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@kaputtewelt.bsky.social

Psychiatrie aus Berufung, Praxis Privat: Kinder, Hunde, Laufen, Rad, DIY Hoffnung kann man haben, für Zuversicht gibt es keine Rationale mehr.

Wenn die Pat. zum Ersttermin am Nachmittag 1h zu spät kommt, deswegen einen neuen Termin im November (!) bekommmt, und uns dann vorhält, dass ihre Zeit ja noch da sein müsse, denn wir hätten zu ihrem Termin ja was anderes machen können, fällt mir nichts mehr ein. Ende vom Lied: +

Grandiose Dekonstruktion der Behauptung, in Deutschland sei die Meinungsfreiheit eingeschränkt, jüngst wieder von Richard David Precht aufgetischt. Ich empfehle den kleinen Text jedem zur Lektüre.

Richard David Precht begeht einen Kategorienfehler, wenn er behauptet, die Meinungsfreiheit sei bedroht, weil "Empörung, Ächtung, Distanzierung" und "soziale Folgekosten" drohen, wenn man seine Meinung äußert. 

Die Meinungsfreiheit ist eine Rechtsnorm (Art. 5 Abs. 1 GG) und als solche ein Abwehrrecht gegen den Staat. Rechtsnormen sind Sollenstatsachen. "Empörung, Ächtung, Distanzierung" und das, was Precht "soziale Folgekosten" nennt, hingegen sind soziologische Seinstatsachen, die nicht dem Staat zuzurechnen sind und daher auch nicht die Gewährleistung der Meinungsfreiheit einschränken. Ebensogut könnte man sagen, dass in Deutschland die Eigentumsgarantie nicht mehr gilt, weil manche Dinge so teuer sind, dass man sie sich nicht leisten kann. (Das Beispiel passt nicht zu 100 %, zeigt aber,  auf welche gedanklichen Irrwege man gerät, wenn man Sollen und Sein nicht auseinanderhält.)

Außerdem sind ja "Empörung, Ächtung, Distanzierung" und "soziale Folgekosten" zumeist ebenfalls Ausfluss rechtmäßigen Handelns. Wer eine Meinung äußert, kann sich auf die Meinungsfreiheit berufen. Wer diese Meinung kritisiert, kann sich aber seinerseits auf die Meinungsfreiheit berufen. Die Meinungsfreiheit schützt vor staatlicher Sanktion und Repression, nicht vor zivilgesellschaftlicher Reaktion. Die sogenannten "sozialen Folgekosten" aber wiederum sind in der Regel nichts als zivilgesellschaftliche Reaktionen. Dabei gilt: Je pointierter, zugespitzter, polemischer man sich äußert, desto pointierter, zugespitzer und polemischer darf auch die Reaktion ausfallen, um noch von der Meinungsfreiheit geschützt zu sein. Insoweit spricht das Bundesverfassungsgericht zu Recht vom "Recht zum Gegenschlag".

Ein Beispiel zum Gesagten: Oft wird behauptet,  es gebe in Deutschland keine Meinungsfreiheit mehr, denn wenn man "etwas gegen die Ausländer sagt", werde man "in die rechte Ecke gestellt". Doch natürlich darf man in Deutschland "etwas gegen die Ausländer sagen", solange man sich dabei nicht ausn…

Dieser Text bedeutet mir sehr viel. Seit (mindestens) eineinhalb Jahren beschäftigt mich, wie das Reden über unsere psychischen Probleme auf die Psyche selber wirkt. Es ist eine wahnsinnige Errungenschaft, dass das Schweigen der "traumatisierten" Kriegsgeneration... 1/n www.zeit.de/2025/45/psyc...

Psychische Krankheiten : Wie das Reden über die Psyche zum Problem wurde

Es gibt immer mehr psychische Krankheiten, vor allem bei jungen Menschen. Das kann auch daran liegen, dass wir zu viel darüber reden – und Diagnosen die Identität prägen.

zeit.de

Deutschland ist Weltrekord-Inhaber in der Sportart "Anteil der ererbten Vermögen im Gegensatz zu selbsterlangten". Dies hier ist also keine Leistungsgesellschaft, sondern in erster Linie eine Erbengesellschaft, und finanziert wird sie — mangels Vermögenssteuern — allein durch die Arbeitenden.

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Robert Habeck gibt sein Bundestagsmandat auf und hat bei der taz ein paar richtige, brutale und schonungslose Banger-Zitate rausgehauen. Ich mache euch einen Thread mit meinen Lieblingen:

Im Übrigen sind Eingriffe in die Freiheit des Sprechens und des Schreibens letztlich Eingriffe in die Freiheit des Denkens. Und genau so ist es gemeint. Wort - Gedanke - Tat.

Ich habe das Interview mit Frau W. gesehen. Leider zeigte das vor allem, wie komplett blank die Regierung auch an der Stelle ist. Alles, was sie sagen konnte, drehte sich um Hoffen, Wollen und Verpflichtung der Fachärzte zu sofortigen Terminen.

Janosch Dahmen@janoschdahmenmdb.de · last yr.

1️⃣ Ein verbindliches Primärarztsystem steht grade im Zentrum der aktuellen gesundheitspolitischen Debatte. Ziel ist klar: bessere Steuerung, gleichzeitig schnellere Termine, weniger Fehlversorgung. Die Frage ist: Wie gelingt das – und wann droht Stau statt besserer Steuerung?

TAGESSCHAU: Geplantes Primärarztsystem
Warken hofft auf "mehr Zeit am Patienten"

#epa #datenschutz Was habe ich euch prophezeit? Wäre auch neu, dass auf Daten, wenn sie erstmal zur Verfügung gestellt wurden, verzichtet würde. Der Widerspruch, eine #epa anzulegen, kann übrigens jederzeit erfolgen, auch jetzt noch. "Auch in Zukunft werden Versicherte wohl nicht ⬇️