Lisa Hellriegel

@lisamirabai.bsky.social

she/her | PhD student @ uni bremen | history of sexuality & sexual violence | thesis on the reclassification of sexual violence from morality/Sittlichkeit to sexual self-determination/Selbstbestimmung in German criminal law, 1920s-1973

Erstmals in Deutschland ist aktuell im Museum der Arbeit Hamburg eine Retrospektive zur britischen Fotografin Franki Raffles (1955-94) zu sehen – große Empfehlung! Zur Begleitpublikation “Franki Raffles. Photography, Activism, Campaign Work” durfte ich einen kleinen Beitrag leisten.

Das Museum der Arbeit in Hamburg von außen mit einem großen Plakat zur Franki-Raffles-Ausstellung. Eins ihrer Fotos ist zu sehen, auf dem zwei Rentnerinnen ein Plakat hochhalten mit der Aufschüttung; The rich get richer, the pensioner gets poorer.
Die Broschüre zur Ausstellung und mein Beitrag mit dem Titel “Das ‘Private’ in der Öffentlichkeit. Franki Raffles und die Kampagne Zero Tolerance”

Im Mai durfte ich an der unglaublich spannenden Tagung zu „Gender and Violence“ am @dhiroma.bsky.social teilnehmen (und den wunderschönen Institutsgarten in der Mittagspause besuchen) - nun ist der Tagungsbericht erschienen:

Garten des DHI Rom, Palmen und andere Pflanzen vor einem blauen Himmel Bild
H-Soz-Kult@hsozkult.bsky.social · last mo.

Tagber: Gender and Violence: Power Dynamics and Their Representations, 19th–21st Centuries https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-163322 Rome, 20.05.2026-22.05.2026, Raphael Rössel, GHI Washington; Daniel Gerster, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg; Claudia Kemper, …

Richter,Vergewaltigungsverfahren: „Bei der Frage der Erkennbarkeit des entgegenstehenden Willens der Zeugin muss auch ihre Bekleidung - enge Legging,bauchfreies Top - Berücksichtigung finden.“ Die Kurze-Rock-Rechtsprechung ist nicht vorbei,die Mann-Kann-Nicht-Anders-Rechtsprechung oft vorhanden.

straflücken zu schließen bekämpft nur symptome, nicht die ursachen. es ist die bequeme politische lösung. unbequem wäre es, endlich zu hinterfragen: wie wird gewaltvolle männlichkeit normalisiert? wie erzeugen gesellschaftliche strukturen ungleichheit und abhängigkeit? 1/

Die Unschuldsvermutung ist ein Prinzip in rechtsstaatlichen Strafverfahren. Sie entlastet nicht von der eigenen individuellen und gesellschaftlichen Verantwortung, sich zu verhalten, wenn Frauen über sexualisierte Gewalt berichten. #Ulmen

📆 Ich freue mich sehr, am 21.04.2026 in der Ringvorlesung „Über Hamburg forschen, lesen, schreiben“ Einblicke in mein Dissertationsprojekt zur Geschichte sexualisierter Gewalt vor Hamburger Gerichten geben zu dürfen. ⚖️ ➡️ Alle Infos hier: www.zfw.uni-hamburg.de/oeffentliche...

Über Hamburg forschen, lesen, schreiben

Ringvorlesungen an der Universität Hamburg ✓ öffentliche Vorträge ✓ aktuelle Themen aus Wissenschaft und Forschung ✓ kostenlos ✓ Einfach hingehen ✓

zfw.uni-hamburg.de

H-Soz-Kult@hsozkult.bsky.social · 5mo ago

Vorl: Über Hamburg forschen, lesen, schreiben. Aktuelle kulturhistorische Forschungsperspektiven II https://www.hsozkult.de/event/id/event-160934 Hamburg, 14.04.2026-14.07.2026, Manuel Bolz, M.A. / Prof. Dr. Thorsten Logge / Dr. Myriam Isabell Richter / Dr. Johanna Meyer-Lenz, Forschungsverbund …

3 % weiblicher Betroffenen von sexuellen Übergriffe zeigen diese an. Offensichtlich gibt es ein Problem mit dem Vertrauen in staatliche Institutionen. Kann man verstehen. Könnte man draus lernen.

Neue Dunkelfeldstudie zu Gewalterfahrungen veröffentlicht

Eine neue Dunkelfeldstudie des Bundeskriminalamts und des Bundesfrauenministeriums zeigt: Frauen, junge Menschen, Personen mit Migrationshintergrund und Menschen der queeren Community sind...

bmbfsfj.bund.de

Eine wirklich tolle Tagung zum Konzept der (Un)Versehrheit in der Moderne, bei der auch ich zentrale Thesen aus meiner Diss präsentieren durfte - der sehr lesenswerte Tagungsbericht ist nun erschienen! ⬇️

H-Soz-Kult@hsozkult.bsky.social · 7mo ago

Tagber: (Un)verletzte Körper. Versehrtheit und Unversehrtheit in der Moderne https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-159919 Augsburg, 09.10.2025-10.10.2025, Sophia Dafinger / Stefan Paulus / Dietmar Süß, Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Universität Augsburg (Un)verletzte …

Eine Gruppe von Professor:innen forderte in einem Brief an die Hochschulleitung der HU Berlin den Schutz eines ihrer Kollegen, dem mehrere Personen Machtmissbrauch, zum Teil sexualisierte Übergriffigkeit vorgeworfen hatten. Ein Brief, der zahlreiche Fragen aufwirft. Unsere Stellungnahme dazu: 1/17

Leonid Schneider@forbetterscience.bsky.social · 7mo ago

Schneider Shorts 23.01.2026 – Marginalised and isolated in academic publishing activities forbetterscience.com/2026/01/23/s...

🌟 One last highlight before the year is over : this week, I got to participate in the “Imperial Experiences in Family Violence. Crime and Criminology, 19th and 20th centuries” in Vilnius. I’m really grateful for this opportunity, learned a lot, and Vilnius truly is beautiful! 🌟

me giving a talk at the conference, © Vygaudas Juozaitis / National Library of LithuaniaSnowy Vilnius, seen from above

Zwei neue Doktorand*innenstellen in der Neueren und Neuesten Geschichte! Wer interessiert sich für globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik und/oder für deutsche oder britische Geschichte ab 1970? Come work with us!

Hsozkult Service@hsozkultservice.bsky.social · 8mo ago

Job: 2 x 0,7 Wiss. Mitarb. (Doc) (w/m/d) "Under Global Shock: Outcomes of Different Social Protection Programs in Britain, Chile, and Germany, 1970-2000" (Univ. Bremen) https://www.hsozkult.de/job/id/job-159349 Bremen, , SFB 1342 „Globale Entwicklungsdynamiken von Sozialpolitik“, Universität …

Ich freue mich sehr, nächste Woche Sonntag einen Vortrag im Krankenhausmuseum Bremen im Rahmen der spannenden und wichtigen Ausstellung "Love at First Fight - Queere Bewegungen in Deutschland seit Stonewall" halten zu dürfen. 🌈 www.kulturambulanz.de/museum/veran...

1969 liberalisierte das Erste Gesetz zur Strafrechtsreform in der Bundesrepublik den § 175, der homosexuelle Handlungen unter Männern kriminalisierte. Seit dem Vierten Gesetz zur Strafrechtsreform 1973 bezieht sich der 13. Abschnitt des Strafgesetzbuchs, der sich mit sexuellen Handlungen beschäftigt, nicht mehr auf „Verbrechen und Vergehen wider die Sittlichkeit“, sondern die „sexuelle Selbstbestimmung“. Dadurch änderte sich das über ein Jahrhundert vorherrschende rechtliche Denken über Sexualität und sexualisierte Gewalt: Im Mittelpunkt stand nun das Individuum, nicht mehr die öffentliche Moral. Denn was genau bedeutete „Sittlichkeit“? Welche Auswirkungen hatte dieses Denken auf den Umgang mit sexuellen Handlungen? Und wie kam dieser Wandel zustande? Am Beispiel sexualisierter Gewalt an Erwachsenen, kriminalisiert unter § 177 „Notzucht“, zeigt Lisa Hellriegel die Bedeutung dieses Wandels. Paragraf 177 stellte ausschließlich sexualisierte Gewalt von Männern an Frauen, also heterosexuelle Akte, unter Strafe. Eine Geschichte der Heterosexualität kann jedoch einen wichtigen Beitrag zu einer queeren Geschichte leisten, wie der Vortrag zeigt: Denn der Normalisierung heterosexueller Gewalt stand im Zeichen der „Sittlichkeit“ die Kriminalisierung einvernehmlicher homosexueller Kontakte entgegen. Dies zeigt, wie eng Fragen von Sexualität, Gewalt und Anerkennung verknüpft sind.

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