Je suis ... ergo?

@margritta.bsky.social

Que vendra? Was wird sein? Ich bin einfach nur ein stiller Account mit (hoffentlich) gesundem Menschenverstand und Wertschätzung für Menschen, die auch so denken und handeln.

Heute, am 8. Oktober, vor 34 Jahren, starb Willy Brandt. Wir erinnern an einen Politiker, der mit seinem Kniefall von Warschau ein Zeichen setzte, das weit über seine Zeit hinauswirkt. Ein Zeichen der Demut, der Verantwortung und der Versöhnung. Zum Gedenken an Willy Brandt.

Willy Brandt kniet. [...] Da, wo er kniet, war Hölle. Hier war das Warschauer Getto. [...]

Wenn dieser nicht religiöse, für das Verbrechen nicht mitverantwortliche, damals nicht dabeigewesene Mann nun dennoch auf eigenes Betreiben seinen Weg durchs ehemalige Warschauer Getto nimmt und dort niederkniet – dann kniet er da also nicht um seinetwillen. Dann kniet er, der das nicht nötig hat, da für alle, die es nötig haben, aber nicht da knien – weil sie es nicht wagen oder nicht können oder nicht wagen können. Dann bekennt er sich zu einer Schuld, an der er selber nicht zu tragen hat, und bittet um eine Vergebung, derer er selber nicht bedarf. Dann kniet er da für Deutschland.

aus DER SPIEGEL 51/1970

Genau. Und weil das dieselben Leute sind, die auch zB Selensky "den Schauspieler" nennen, können wir da eigentlich gut mitmachen und den einen nur noch "Raumduftverkäufer" und den anderen "Lacker" nennen.

Der Frauenanteil im Landtag von #SachsenAnhalt liegt nun mit 21,7% auf einem historischen Tiefstand. Bei der AfD sind es 37/39 Männer, bei der CDU 13/15. Seit Jahrzehnten ziehen junge Frauen aus dem Bundesland weg. In Regionen wie dem Harz kommen auf 100 Frauen 117 Männer.

Bundestrainer Klopp will sich die „Fahne zurückholen“ und „Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen“. Dass der DFB das letzte Bollwerk gegen den Faschismus sein würde, hatten wir jetzt auch nicht auf unserer Bingo-Karte.

Wünsche heute allen, die wählen dürfen, eine taktisch kluge Wahl, damit demokratische Regierungen gebildet werden können, die die ökologischen Krisen unserer Zeit nicht unter den Teppich kehren.