Maximilian Rieger

@mjrieger.bsky.social

Journalist from Germany. Covers sport, sustainability and the climate crises.

Aus Termingründen haben @benbest.bsky.social und ich diese Folge schon vergangenen Mittwoch aufgezeichnet, weil: WM-Fazit. Was soll da schon passieren? Beim Ausblick allerdings - nunja, ihr habt's mitbekommen. Nehmt es als zeithistorisches Dokument 🙈

Podcast: Fußball: Die Weltmeisterschaft der Widersprüche

Das WM-Fazit von Gianni Infantino lobt das Event in den höchsten Tönen. Ein großes und friedliches Fest für die Fans sei es gewesen. Zumindest für die, die einreisen durften. Denn nicht alle die wollt...

ardsounds.de

Aufgeben ist offenbar keine Option: Gianni Infantino verbreitet bei Insta Mitteilungen von Verbänden, die von fortwährender Unterstützung sprechen. Je länger die Sache dauert, umso besser sind seine Chancen, eine Basis wiederaufzubauen.

Vor einer Woche hatte Gianni Infantino gerade eine Rekord-WM gefeiert und war ungefährdet auf dem Weg in Richtung Wiederwahl. Sieben Tage später erlebt er die schwerste Krise seiner Amtszeit. Wir fassen die Woche, die den Fußball verändern könnte, in einer neuen Folge Behind The Games zusammen.

Boykott-Drohung gegen die FIFA: Der Tag, an dem Infantino zu nah an die Sonne flog

Ein geheimer Milliarden-Deal um die Privatisierung der FIFA WM bringt Gianni Infantino ins Wanken. Wie die UEFA mit Boykott drohte und der Plan scheiterte.

share.deutschlandradio.de

Hahaha. Heute ähnliche Konversation gehabt und zu dem Schluss gekommen, dass er sicher nicht freiwillig seinen Posten räumt. Auch, weil er ja von entscheidender Seite Rückendeckung bekommen hat aka Katar und Marokko zB. Wir gehen morgen früh um 6:30 Uhr raus. Drückt uns die Daumen 🙈

Maximilian Rieger@mjrieger.bsky.social · 2d ago

Wäre cool, wenn Gianni nicht jetzt sofort zurücktreten würde - wir arbeiten gerade an einer neuen Bonusfolge für "Behind The Games"...

Zu sehen ist ein O-Ton mit der Beschriftung "O-Ton Behind The Games Bonusfolge 2"

"Sources with knowledge of the scheme say the intention was for Infantino to become the chief executive or commissioner after his presidency, with a basic salary — before any bonuses — of $30million (about £22.2million) a year". More stellar reporting by @martynziegler.bsky.social for @thetimes.com.

Gianni Infantino clinging to power as efforts to oust him intensify

Support is flooding away from the Fifa president, who will likely be asked to resign at emergency council meeting and is scrambling to establish base of backers

thetimes.com

Infantino gibt seine Investoren-Pläne auf. Hat der Fußball sein Herz wiedergefunden und kann Infantino das als FIFA-Präsident überstehen? Das wurde dieses Radiogesicht vorhin im WDR-Fernsehen gefragt, hier die Antworten.

Infantino hat seine Investoren-Pläne gestoppt. Für ihn geht es jetzt um Schadensbegrenzung. Eigentlich wäre es jetzt an der Zeit, über die Strukturen zu sprechen, die den Alleinherrscher Gianni überhaupt möglich gemacht haben. Aber es besteht wahrscheinlich weder Interesse noch Kompetenz dafür.

Maximilian Rieger@mjrieger.bsky.social · 5d ago

Ich durfte nochmal UEFA vs. FIFA kommentieren. Infantinos Investoren-Pläne sind Folge davon, dass ihn die UEFA, die Clubs, die Politik haben gewähren lassen. Selbst falls Infantino stürzen würde. Er ist nur das Symptom, das Problem ist das System. Und ich sehe nicht, dass sich das ändert.

Der FIFA COO schreibt: Die Privatisierung ist kein FIFA-Projekt, sondern das Projekt von einem Mann. Die FIFA-Verwaltung sei getäuscht worden. Er ruft diejenigen, die die Macht dazu haben auf, Dinge zu verändern. Selbst die eigene Verwaltung hat endgültig die Nase voll von Infantino.

Tariq Panja@tariqpanja.bsky.social · 5d ago

In a week of incendiary statements, this from Kevin Lamour, who at least for tonight remains FIFA COO, is incredibly damning in that it is from an insider that goes beyond this one scheme and is an assassination in a few hundred words of the FIFA president as a leader of global football.

Infantino hat die Spirale offenbar zu weit gedreht, der Investorendeal ruft erheblichen Widerstand hervor. Das ist bemerkenswert, denn bisher hatte Infantino die Fifa in der Hand. Wie es dazu kam, hört ihr in dieser tollen Podcastserie share.deutschlandradio.de/dlf-audiothe...

Behind the Games (1/5): Gianni Infantinos Aufstieg an die Spitze der FIFA

Die Vergabe der WM 2022 an Katar ist ein Lehrstück über Korruption im Weltfußball – und der Beginn von Gianni Infantinos Aufstieg an die Spitze der FIFA.

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Nordamerika und Asien solidarisieren sich mit der UEFA, damit hat Infantino aktuell keine Mehrheit mehr für seine Investoren-Pläne. Und jetzt legt auch einer seiner wichtigsten Berater, Carlos Cordeiro, sein Amt nieder. Aber habe nichts von der Idee gewusst und lehne sie ab. SuperLeague reloaded.

Die UEFA kündigt an, dass alle Nationalteams FIFA-Wettbewerbe boykottieren werden, solange die FIFA an den Privatisierungsplänen der Fußball-WM festhält. Eine solche Drohung hat es in der Geschichte des Weltfußballs noch nicht gegeben. Ohne UEFA-Teams wäre die WM sportlich und finanziell wertlos.

UEFA and its 55 member associations stand as one. We unanimously and unequivocally reject FIFA’s proposal to transfer ownership interests in the World Cup and other FIFA competitions to private investors.

The World Cup cannot be treated as an investment product. It is one of football’s greatest sporting legacies. It has been built over generations by players, national teams and supporters across every continent. No part of it should ever be surrendered to private investors. The World Cup is not for sale.

It is both irresponsible and indefensible that a proposal of such significance for football was conceived in secret and brought to the brink of approval without any meaningful consultation with those entrusted with stewarding the game. This is not merely a profound failure of leadership, but an abdication of FIFA’s duty as the custodian of world football.

National associations around the world are now presented with an ultimatum: accept the irreversible capture of football’s greatest competitions or bear the consequences. This is not a “democratic decision”, but governance by intimidation – an act of coercion unworthy of an institution entrusted with the stewardship of the global game.

But our opposition goes far beyond process.

The moment external investors acquire ownership interests in FIFA competitions, football changes forever. Commercial return becomes a permanent obligation. Investor expectations become a daily pressure. From that moment onwards, every decision on the international calendar, every decision on competition formats and every decision shaping the future of football is no longer driven by what best serves the game, but by what best serves shareholders.

This model has no place in world football. Football’s future cannot be dictated by the expectations of those whose first duty is to maximise financial return. Nor can the interests of national associations, leagues, clubs, players and supporters become subordinate to investor returns. Football cannot mortgage its future for financial gain.

Europe’s position is clear. We will never lend this model our legitimacy. No one has the moral authority to sell what they merely hold in trust for the next generation.

As a result of today’s discussion, no UEFA national teams will participate in any FIFA competition for so long as these proposals remain alive, unless this proposal has been abandoned in its entirety and binding assurances have been given that FIFA will never again open its governance or competitions to private ownership.

Nobody should be in any doubt: UEFA and its national associations will oppose these plans with absolute determination.

There are moments when institutions are judged not by what they are prepared to accept, but by what they refuse to compromise. This is one of those moments.

Some things are simply too important to sell. The FIFA World Cup belongs to football. It always will. And so long as Europe has a voice, it will never be for sale.

In einem der reichsten Länder der Welt sterben in wenigen Monaten tausende Menschen an der Hitze. Das ist kein einfaches Unglück, „Pech“ oder Schicksal. Diese Toten sind Folge von Generationen an politischem Versagen. Seit Jahrzehnten wird vor eben diesen Hitzwellen gewarnt, man wusste was kommt. 1/

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"Die Seele des Fußballs ist kein Vermögenswert", sagt die UEFA als Reaktion auf Infantinos Plan, die WM zu privatisieren. Max Eberl "ekelt" die Idee an. Die Kritik ist berechtigt, aber die Absender sind die letzten, die sich über Moral im Fußball aufregen sollten. Mein Kommentar für den DLF.

Gianni Infantino hat mal wieder eine Idee. Die Vermarktung der Fußball-WM, die alle vier Jahre Milliarden einbringt, soll an eine Tochtergesellschaft ausgelagert werden. Circa 20 Prozent dieser Firma sollen dann an Investoren verkauft werden – für mehr als 4 Milliarden Dollar. Dieses Geld soll dann an die mehr als 200 Mitgliedsverbände der FIFA zurückfließen.

Sollte dieser Plan so umgesetzt werden, würde die Fußball-WM noch stärker kommerzialisiert werden – denn die Investoren wollen natürlich Gewinn sehen. Dass heißt: Die WM-Tickets würden noch teuer, die Werbepausen innerhalb des Spiels Standard werden, vielleicht würde die WM auch häufiger als alle vier Jahre stattfinden.

Die Fußball-WM könnte damit noch mehr zu einem sterilen Produkt für eine exklusive Elite werden. Und das Risiko, dass Geschäftsinteressen sportliche Entscheidungen beeinflussen, wächst weiter – also dass zum Beispiel Teams aus wichtigen Märkten von Schiedsrichtern geschont werden.

Entsprechend kritisiert der europäische Fußball-Verband UEFA diesen Plan. Die Seele des Fußballs sei kein Vermögenswert, , so der Verband. Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern München sagt, ihn ekle die Idee an.

Diese Kritik schafft es, gleichzeitig berechtigt zu sein und doch wohlfeil und heuchlerisch.

Denn der europäische Fußball hat in den vergangenen Jahrzehnten selbst die Kommerzialisierung des Fußballs vorangetrieben. Die UEFA hat – auf Druck der Top-Clubs – immer mehr Europapokal-Spiele kreiert, um mehr Geld einzunehmen. Und sie duldet ganz ähnliche Investorenmodelle. Die Ligen in Spanien und Frankreich haben zum Beispiel einen ganz ähnlichen Plan umgesetzt, wie Infantino ihn jetzt präsentiert hat. 
 
Und auch die meisten Vereine nehmen gerne jede mögliche Millionen mit. Max Eberl ekelt es zum Beispiel nicht an, mit der Tourismusbehörde von Ruanda zusammenzuarbeiten, einem Land, das für massive Menschenrechtsverbrechen verantwortlich ist.

Angesichts dieser Tatsachen kann man in Frage stellen, ob es der UEFA oder den Club-Verantwortlichen wirklich um die Seele des Fußballs geht – oder ob sie sauer sind, dass jemand anderes besser darin ist, die Seele des Fußballs zu verkaufen. Denn gerade für die UEFA wäre der Deal von Infantino eine Gefahr für die eigenen Einnahmen, sollte die WM häufiger als alle vier Jahre stattfinden.

Trotzdem hoffen jetzt viele FIFA-Gegner darauf, dass die UEFA einen WM-Boykott der europäischen Teams organisiert. Das würde den Deal von Infantino wahrscheinlich begraben. Die UEFA wäre aber trotzdem nicht der Retter des Fußballs. Sie wäre weiter Teil eines Systems, dass sich vor vielen Jahren dafür entschieden hat, Tradition und Moral für Geld zu opfern. 

Denn den Fußball als Produkt zu sehen und zu verkaufen – das hat nicht Gianni Infantino erfunden. Er hebt es nur auf ein neues Level.

Gianni Infantino will eine Firma mit Kontrolle über die WM gründen und 20-30% dieser Firma an Investoren um Josh Kushner (also Trump-Orbit) verkaufen. Er könnte dann nach seiner FIFA-Zeit die Kontrolle der Firma übernehmen. Wie wir im Podcast gesagt haben: Globaler Fußball-CEO ist sein Traum.

Behind The Games (5/5): Wie FIFA-Präsident Infantino und US-Präsident Trump Freunde wurden

Seit 2016 ist Gianni Infantino FIFA-Präsident. In dieser Zeit sind die USA vom größten Gegner zu einem der größten Verbündeten der FIFA geworden.

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Dass Infantino die Fifa verscherbeln will bzw. dies bereits 2018 klammheimlich versucht hat, hat Thomas Kistner aufgedeckt & erzählt davon im sehr hörenswerten, kritischen Podcast des @deutschlandfunk.de.web.brid.gy von Matthias Friebe u Maxi Rieger 👏🏼 www.deutschlandfunk.de/behind-the-g...

Neue Podcast-Serie: Behind the Games – FIFA-Präsident Gianni Infantino

Seit 2016 ist Gianni Infantino FIFA-Präsident und so mächtig wie keiner vor ihm.

deutschlandfunk.de

Gianni Infantino will eine Firma mit Kontrolle über die WM gründen und 20-30% dieser Firma an Investoren um Josh Kushner (also Trump-Orbit) verkaufen. Er könnte dann nach seiner FIFA-Zeit die Kontrolle der Firma übernehmen. Wie wir im Podcast gesagt haben: Globaler Fußball-CEO ist sein Traum.

Behind The Games (5/5): Wie FIFA-Präsident Infantino und US-Präsident Trump Freunde wurden

Seit 2016 ist Gianni Infantino FIFA-Präsident. In dieser Zeit sind die USA vom größten Gegner zu einem der größten Verbündeten der FIFA geworden.

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Wo sind queere Schutzräume? Wo sind Schutzräume für gewaltbetroffene Frauen? Wo sind die Mittel, um die Demokratie zu stärken?Ich finde, das sind doch gute Fragen für die nächsten Leitinterviews oder Talkshowrunden.

Hannes Leitlein@leitleinkultur.bsky.social · last wk.

„Grüne fordern nach Anschlag auf CSD mehr Befugnisse für Behörden“ – wozu Opposition? Als wäre das nicht, was Schwarz-rot jetzt eh umsetzt. Wieso nicht jetzt lautstark Unterstützung queerer Schutzräume einfordern?

When the story of why humanity didn't stop climate change is written, it will feature front pages like this. Even as the skies blacken with climate change-induced wildfires, right wing media continue their relentless crusade against measures to tackle it.

The Times: Net zero risks blackouts. Below a photo of French wildfires.