Paul Räuber

@paulraeuber.bsky.social

Ist Historiker irgendwo im Dreieck von Bildung, Forschung und Erinnerung an rechte Gewalt in Mecklenburg-Vorpommern und Ostdeutschland.

Homophobie ist eins der zentralen Politikfelder der extremen Rechten. Gleichzeitig steht sie dem Phänomen nicht nur ideen-geschichtlich ambivalent gegenüber. Lea Tewes bringt in ihrem Artikel Licht in eine bisher doch recht dunkle Debatte. Ein toller Beitrag, den ich redaktionell begleiten durfte.

„Gralswächter der unkorrumpierten Männlichkeit“ | zeitgeschichte-online.de

„Gralswächter der unkorrumpierten Männlichkeit“. Männerbünde und Homosexualität in der neurechten Zeitschrift Sezession, Lea Tewes, Do., 30.04.2026 - 12:00

zeitgeschichte-online.de

Ich darf kurzfristig noch einmal in Rostock über die "Skinheads on the Dancefloor" sprechen und zeige dort an Beispielen aus MV, wie sich von 1987 bis 1993 ausgerechnet Tanzflächen, Clubtüren und der Weg nach Hause so oft zu Schauplätzen rechter Gewalt entwickelten.

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#OTD Heute vor einem Jahr hat die CDU/CSU ihre antisemitische Kleine Anfrage nach der politischen Neutralität von Correktiv, den Omas gegen Rechts etc. gestellt. Warum antisemitisch? „Manche Stimmen sehen in den NGOs eine Schattenstruktur, die mit staatlichen Geldern indirekt Politik betreibt“ (1/x)

Am 21. Oktober eröffne ich das Kolloquium des Historischen Instituts an der Uni Rostock in diesem Semester. Vielleicht sieht man sich ja! Ich spreche noch einmal über die Bedeutung, die Orte des Vergnügens für die neonazistische Szene zwischen 1987-1993 hatten.

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Gestern vor 33 Jahren scheiterte in Wismar der Versuch, ein Pogrom anzuzetteln. Die rassistische Dynamik der Gewalt so kurz nach Rostock-Lichtenhagen war dabei typisch für die Zeit. Ich durfte @katapult-mv.bsky.social in der Recherche unterstützten und kann den entstandenen Artikel sehr empfehlen.

Das versuchte Pogrom von Wismar

Das Pogrom von Rostock-Lichtenhagen im August 1992 war nicht der plötzliche Ausbruch rassistischer Gewalt, für den es immer gehalten wird. Es war Teil alltäglicher Aggressionen unter anderem gegen Asy...

katapult-mv.de

Im Interview betont Simon Brost, dass viele rechte Jugendliche aus einem Gefühl der Krise heraus nach Stärke suchen. Die finden sie im Image der Nazis aus den ’90ern. Deshalb inszenieren sie eine überzogene Version des Skinhead-Klischees, fast so, als würden sie ein Reenactment betreiben.

Auf Demos und TikTok: Wie sich junge Rechtsextreme organisieren

Von wegen "Neonazis in Hipster-Klamotten": Heute treten junge Rechtsextreme wieder martialischer wie in den 1990ern auf. Rechte Parteien wollen sie rekrutieren.

deutschlandfunk.de

Wenn du in der dritten Korrektur-Schleife des immer gleichen Artikels fest hängst und eine unbekannte Person im Stapel mit den Notizzetteln eine kleine Botschaft hinterlassen hat, dann ist die Welt gar nicht mehr so schlecht.

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Vielleicht keine angenehme aber eine gute Samstagslektüre. Besonders gelungen ist das Interview mit Lucia Bruns. Darin setzt sie der These von der angeblich plötzlichen Wiederkehr der 90er-Jahre die Erkenntnisse ihrer Forschung entgegen. Unaufgeregt erklärt sie die Zusammenhänge und Unterschiede.

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Die Vorfreude auf die interdisziplinäre Vernetzung in Dresden steigt. Dort darf ich über die Orte des Vergnügens als Räume rechter Vergemeinschaftung sprechen und darüber, welche Rolle sie im gesellschaftlichen Umbruch von 1987-1993 spielten.

H-Soz-Kult@hsozkult.bsky.social · last yr.

CFP: AktivistInnen von rechts: Interpretative Perspektiven auf Entstehung und Stabilisierung rechter Gruppenmitgliedschaften https://www.hsozkult.de/event/id/event-153769 Dresden, 07.07.2025-08.07.2025, Josephine Starke, Hannah-Arendt-Institut e.V., TU Dresden, Bewerbungsschluss: 25.04.2025

Der Artikel fragt etwas reißerisch nach einem Revival der #Baseballschlägerjahre. Tatsächlich zeigt er gut recherchiert, wie sich abseits von Parteien eine rechte Jugendkultur formiert. Sie knüpft bewusst an den Stil der 90er an. Bisher erfolglose Nazikader profitieren davon ebenso wie von TikTok.

Alt-Nazis mobilisieren Jugend: Rückkehr der 90er?

Kommen die Baseballschlägerjahre zurück? Alt bekannte Neonazis führen junge Menschen in die Szene ein. Mit Camouflage und Bomberjacke mobilisieren sie über TikTok.

t-online.de

„Die #Baseballschlägerjahre haben ein Comeback“ – ein starker Artikel. Trotzdem frage ich mich, ob der Begriff nicht zu unscharf ist und die Unterschiede zu den 1990ern verwischt. Andererseits ist das vielleicht zweitrangig, weil es wichtiger ist, die beschriebene Entwicklung zu stoppen.

Das Comeback der Baseballschläger-Jahre: Keine Sondersendungen, kein Interesse

Feminizide, rechte Terrordrohungen, Angriffe auf migrantische Studierende: Die vergangenen Wochen zeigen, wie bedrohlich das Klima in Deutschland geworden ist. Die Bundesregierung scheint die Bedrohun...

freitag.de

Im Oktober findet in Mannheim die Tagung: 'Transnational Perspectives on Europe's Extreme Right' statt. Der Call für die Beiträge geht noch bis Mai. Bin jetzt schon gespannt für welche neuen Projekte und alten Steckenpferde sich die Organisator*innen entscheiden.

Transnational Perspectives on Europe's Extreme Right

International Conference for Early-Career Researchers Transnational Perspectives on Europe's Extreme Right 21- 23 October 2025, University of Mannheim, Germany

hsozkult.de

Sitze im Zug nach München und freue mich auf die Tagung zur radikalen Rechten nach 1945 von @bpb.de und @leibniz-ifz.bsky.social. Noch mehr freue ich mich darauf, mein fertiges Kapitel 'Skinheads on the Dancefloor' vorzustellen und die rechten Experimente auf den Tanzflächen der DDR zu beleuchten.

Die radikale Rechte in Deutschland nach 1945

In der Zeitgeschichtsforschung fristete das Thema lange ein Randdasein, dabei prägte die radikale Rechte nach 1945 das doppelte und später das vereinigte Deutschland. Dies gilt es analytisch fassbar z...

bpb.de

Die ZDF-Doku Jung, radikal, organisiert verdeutlicht, wie sich die Neonazi-Szene verändert hat. Besonders wichtig: Erfahrungen aus Fußballfankurven werden für rechte Straßenpräsenz genutzt – eine Parallele zur DDR der 1980er, als Oberliga-Stadien zu Experimentierfeldern für Neonazis verkamen.

Jung. Radikal. Organisiert. - Wie gefährlich ist die Neonazi-Jugend?

Rechte Straftaten erreichen 2024 einen Höchststand. Darunter sind Gewalttaten, die sich gegen politische Gegner richten. Wer sind die jungen Täter?

zdf.de

Laura Steinbrück analysiert in ihrem Beitrag neonazistische Einträge in den Gästebüchern der Gedenkstätte Ravensbrück in den frühen 1990ern. Sie zeigt, welche Bedeutung dieser historische Ort für organisierte Neonazis hatte und wie heftig sie ihn attackierten.

zeitgeschichte_online@zeitgeschichte.bsky.social · last yr.

Was können Einträge von Besucher*innen in den Gästebüchern einer Gedenkstätte über die Geschichtsnarrative und politischen Ziele Rechtsextremer aussagen? Laura Steinbrück schreibt darüber am Beispiel Ravensbrück für unser Dossier „Zeitgeschichte der Rechten“. ➡️ tinyurl.com/msad6xr3

Besucherzentrum Gedenkstätte Ravensbrück, via Wikimedia Commons, CC-BY-SA 4.0.