ist ja irgendwie auch immer gut, dass erwachsenwerden bedeutet, zunehmend der eigenen phantasmen beraubt zu werden, aber wie schwer ist das dann bitte, trotzdem am zauber festzuhalten
die taz macht jetzt in vorauseilendem gehorsam propaganda für karin prien und titelt "5 Millionen Euro mehr für queere Projekte", wo es um 5 Millionen Euro für Deradikalisierungsprogramme auch gegen "Linksextremismus" geht, die bereits vor dem Attentat eingeplant waren
lese jetzt aus trotz (und weil ich muss) einen maximal postmodernen, french theory text über die plazenta als paradigma einer anderen form des begehrens
"die manifestation des kapitalismus in unserem leben ist die traurigkeit"
ich finds bemerkenswert und besorgniserregend, wie viele linke und queere leute gerade die vermutung vorbringen, der anschlag sei allein aufgrund des zeitpunktes von irgendwelchen kräften (russland, afd, etc.) geplant worden, um die wahlen im sinne der afd zu beeinflussen.
gesternnacht war ich noch schockiert und heute, wo klar ist, dass jemand gestorben ist, bin ich unendlich traurig. und wütend darüber, dass die cdu das erwartbar als gelegenheit für pr missbraucht. und wütend auf die queers, denen zuspruch zu islamismus egal gewesen ist die letzten jahre
ab august wird es in ganz leipzig niemanden mehr geben, der noch bartepilation in einer arztpraxis durchführt. transfemmes haben damit keine möglichkeit mehr, die kosten für die bartentfernung von den krankenkassen übernommen zu kriegen. absolut normale zustände in der transgesundheitsversorgung
chat gpt ist für die spätmoderne psychologisch das, was astrologie für die moderne war
heute tagestrip nach münchen für das vorgespräch zur korrektur-op, dann abends auf der dragspendengala einer evangelischen gemeinde unter anderem für den verein und zwischendrin diss schreiben, orga für ein seminar klären, das ich gebe und mit meinen beziehungspersonen schreiben.
ich weiß nicht, ob das einfach nur ein affekt von mir ist, aber ich hab irgendwie einen widerwillen dagegen, wenn leute darüber sprechen, dass "mein gehirn" xy macht, weil das so einen entmündigenden zug hat. das ist wie von sich selbst in der dritten person reden
"Die Philosophen haben die Privilegien nur verschieden interpretiert, es kömmt drauf an, sie zu checken"
seit mir vor zwei wochen aufgefallen ist, dass es bei hegel (und folgend auch marx, adorno usw.) einen unterschied zwischen gegensatz und widerspruch gibt, freu ich mich sehr darauf, wenn wir die entsprechenden abschnitte in der wesenslogik behandeln.
das ist ja mal ein spannender lapsus, dass amy allen melanie klein in einem kapital zur kritik des kolonialen erbes psychoanalytischer entwicklungsparadigmen gegen eine rassismuskritik damit verteidigt, dass es sich da noch nicht um ihre "reife" position gehandelt habe
man hat immer abwechslung, wenn man lacan liest, weil einen moment geht es um die augenlider buddhas, dann um die plazenta und kloakentiere und dann darum, warum die frau ein topf ist und der phallus der glanz
darf einen ganz kleinen, einführenden kommentar zur dialektik der aufklärung schreiben und knabbere daran wie man das halbwegs interessant auf fünf seiten hinbekommt
cool und normal, hochschulabschlüsse aus bayern sind ab sofort nichts mehr wert
“Wir verbieten das Verbot von künstlicher Intelligenz”. An Universitäten. Bei Prüfungsleistungen. Da bin ich jetzt einfach sprachlos. Was nicht so oft vorkommt. Soll doch halt eine KI für “beide Seiten gewinnbringend” schreiben, was hier stehen könnte. www.br.de/nachrichten/...
am reflecting pool beweist sich adornos these, dass die pathologien der kapitalistischen lebensform sich noch im kleinsten phänomen spiegeln (no pun intended)
mist, ich hab ein kapital über adornos psychoanalytischen deutungsbegriff angefangen und jetzt erst amy allen gelesen und sie schreibt exakt dasselbe unter bezugnahme auf exakt dieselben zitate wie ich und jetzt sieht das kapital so aus, als hätte ich abgeschrieben
freuds witze, das kann man heute guten gewissens sagen, sind nicht besonders lustig
das ist schon auch immer krass in der vereinsarbeit, wie der wunsch, leuten geschlechtliche selbstbestimmung zu ermöglichen, heftig damit kollabiert, dass dafür nur sehr begrenzte ressourcen zur verfügung stehen
An sich keine verkehrte Beobachtung, aber die ganze zeitdiagnostische Rahmung ist völlig daneben. taz.de/Auch-Pervers...
Auch Perversionen ändern sich: Die Fälle Pelicot und Fernandes im Kontext der Geschichte
Auch Perversionen ändern sich. Etwa, auf welche Art Frauen heute zum totalen Objekt erklärt werden kann. Die Fälle Pelicot und Fernandes nach Freud.
taz.de
deutsche eltern, sobald ihre kinder sagen, dass sie ein etwas teureres spielzeug "brauchen":
See this in how trans women are treated in activist spaces a lot. It's all "Protect the dolls" until one of us is willing to protect herself and then she's a dangerous monster.
If you’re a gender nonconforming woman and not doing a complex “I’m so soft and cuddly and sweet and will do everything you ask” song and dance routine 24/7 you *will* be experienced as abrasive by a lot of people. There’s really no way around it.
es war ja schon vor vier jahren schwierig, in wissenschaft einzusteigen, aber jetzt ist es nahezu unmöglich
auf workshops fährt man den eigenen körper wie ein geklautes auto
mir wurde bei einem workshop von einer shk gesagt, dass sie meinen vortrag am besten fand (bis dahin) und das ist ja super lieb 🥺