Sebastian Weiermann

@sweiermann.bsky.social

Journalist, schreibt für das nd. Meistens aus NRW. Viel über alle Arten von Protest. Außerdem habe ich einen tollen Blick in den blauen Himmel über Wuppertal. https://www.nd-aktuell.de/redaktion/autor/130

Was bleibt von der WM 2026? Eine schlimme Klimabilanz, irrsinnig teure Tickets für irrsinnig hohe Einnahmen sowie Machtspiele durch die FIFA und die Weltpolitik. Das Turnier hat damit viele Themen für die WM und den Fußball der Zukunft gesetzt: www.sportschau.de/fussball/fif...

Die WM, der Zustand der FIFA - und des Fußballs

Was bleibt von der WM in gesellschaftlicher, kultureller und (sport-)politischer Hinsicht? Ein Blick auf die Erkenntnisse des Turniers.

sportschau.de

Was an dieser Rücktritts-Stellungnahme von Jens Sphan auffällt: Das Bewusstsein für die ethischen Probleme der Leihmutterschaft fehlt. Am Ende ist die „zunehmende Unerbittlichkeit der öffentlichen Auseinandersetzung“ entscheidend.

„Liebe Kolleginnen und Kollegen,
ich habe die Parteivorsitzenden von CDU und CSU, Friedrich Merz und Markus Söder, darüber informiert, dass ich mit diesem Schreiben an unsere Fraktion von meinem Amt als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zurücktrete. Beiden danke ich für das in mich gesetzte Vertrauen. Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Vater zu werden, nicht vereinbar ist mit meinem politischen Amt. Denn der Spagat zwischen meiner privaten Entscheidung zu einem Kind durch Leihmutterschaft und der nachvollziehbaren Erwartung an mich als Vorsitzenden unserer Fraktion ist größer geworden, als ich es erwartet hatte. Es war mir eine große Ehre, Vorsitzender unserer gemeinsamen Fraktion sein zu dürfen. Ich danke ganz besonders Alexander Hoffmann und dem gesamten Fraktionsvorstand für die immer vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit. Auch Matthias Miersch möchte ich ausdrücklich für die gute und enge Zusammenarbeit danken. Diese war ein Sta-bilitätsanker für die Koalition.
Die zunehmende Unerbittlichkeit in der öffentlichen Auseinandersetzung hat mich sehr nachdenklich gemacht. Lasst uns bei aller Klarheit und Entschiedenheit in der Sache immer auch menschlich im Ton bleiben. Denn das zeichnet uns als christlich-demokratische Volksparteien der Mitte aus. Eines ist mir in den letzten Tagen immer klarer geworden: Meine Familie ist mir das Wichtigste. Ich danke Euch allen für die gemeinsame Arbeit in den letzten 14 Monaten und wünsche Euch alles Gute! Euer Jens Spahn.“

Nach dem zweiten Hören: Es gibt Musikstücke, die einen Unterschied machen können. Das hier ist eines davon. Es ist ein Plädoyer für antifaschistischen, auch militanten Selbstschutz, das viele Menschen erreichen wird, auch ohne TV-Ausstrahlung. Und ja, das kann echt helfen.

Die Gebetsrunde mit Felix Nmecha nach dem ersten WM-Spiel war Teil einer Kampagne einer radikalen christlichen Gruppe. Wofür die Gruppe steht, zeigen jetzt ARD-Recherchen: Abtreibungen sind "Satans Plan", lesbisch sein "Sünde". Ein tolles Vorbild, was für den DFB und den BVB spielt.

Abtreibungen? "Leider legal" und "Satans Plan"

MONITOR-Reporter chatteten dort stundenlang, unter verschiedenen Pseudonymen. Etwa als junger Mann, der angibt, nur muslimische Freunde zu haben. Die Chatpartnerin legt nahe, sich zwischen Gott und den Freunden "entscheiden zu müssen". Auf die Frage einer vermeintlich 17-Jährigen, die ungewollt schwanger wurde, schreibt man, dass Abtreibungen "leider legal" seien: "Abtreibung ist Satans Plan, um das, was Gott gehört, zu 'töten, zu stehlen und zu zerstören'."

Es gelang den Reportern auch, Zugang zur "ChatTranskriptbibliothek" zu bekommen, einen Leitfaden für die Unterhaltungen im digitalen Raum. Dort findet sich ein Beispiel-Dialog mit einem Mädchen, das fragt, ob es eine Sünde sei, lesbisch zu sein. "Ja", ist die Antwort. Im weiteren Verlauf des Musterchats heißt es: "Jesus hat die Macht, uns von innen und außen zu verändern. Er nimmt all unseren Mist weg und macht uns neu." Als das Mädchen dann schreibt, dass die Mutter Verständnis für sie habe, antwortet der Chatpartner: "Schande über Deine Mutter."

Für den Theologen Wolfgang Palaver sind diese Chats Ausdruck eines radikalen Weltbilds: "Es ist problematisch, weil es von einem Schwarz-Weiß-Denken ausgeht."

Im Bundeshaushalt für das kommende Jahr ist kein Geld für das NSU-Dokumentationszentrum in Nürnberg vorgesehen. Auch ein entsprechendes Gesetz fehlt. Der Vorgang ist ein weiteres Beispiel dafür, dass die Bundesregierung auf die vielfältige Gesellschaft scheißt. Mein Kommentar im @nd-aktuell.de:

Beschämend gegenüber NSU-Opfern

Im Bundeshaushalt ist kein Geld für das NSU-Dokumentationszentrum vorgesehen. Das passt zur (geschichts-)politischen Ausrichtung der Bundesregierung. Ein Kommentar.

nd-aktuell.de

Die unabhängigen Abschiebebeobachter*innen am Flughafen Düsseldorf haben heute vorgestellt, was sie 2025 beobachtet haben. Sie beklagen unter anderem organisatorische Mängel l Kindeswohlgefährdung und fordern eine gesetzliche Grundlage für ihre Arbeit.

Flughafen in Düsseldorf: Zwei Beobachter*innen – tausende Abschiebungen

Seit 25 Jahren gibt es am Flughafen Düsseldorf die Abschiebebeobachtung. Sie kritisiert fehlende Standards und den Umgang mit verwundbaren Gruppen.

nd-aktuell.de

Die unabhängigen Abschiebebeobachter*innen am Flughafen Düsseldorf haben heute vorgestellt, was sie 2025 beobachtet haben. Sie beklagen unter anderem organisatorische Mängel l Kindeswohlgefährdung und fordern eine gesetzliche Grundlage für ihre Arbeit.

Flughafen in Düsseldorf: Zwei Beobachter*innen – tausende Abschiebungen

Seit 25 Jahren gibt es am Flughafen Düsseldorf die Abschiebebeobachtung. Sie kritisiert fehlende Standards und den Umgang mit verwundbaren Gruppen.

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"Wir haben nur uns selbst und unsere Wege des Widerstands und des Protestes und da sollten wir ehrlich sein, vor allem zu uns selbst (endlich): das Widersetzen gescheitert ist, liegt nicht an Widersetzen und gleichzeitig eben doch." Danke!

Luca (they/-)@lucanow.bsky.social · last mo.

1 Std. Zugfahrt nach Hause hat ganz von selbst meinen Blogtext ergeben. Es geht um Erfurt. Es ist keine Erfolgsgeschichte. Zu Hause angekommen, ist auch das Kribbeln weg. Ich bin sauer + das auch auf @w1dersetzen.bsky.social & den anhaltenden Pressesprech vom Ponyhof: steady.page/de/disrupt/p...

Sollte der AfD-Parteitag ausnahmsweise nicht blockiert werden, könnt ihr hier lesen, was die so auf der Tagesordnung haben. Besonders interessant, die bisherige Unvereinbarkeitsliste soll gestrichen werden. Unvereinbar mit der AfD wären danach höchstens noch Terroristen.

AfD-Parteitag in Erfurt: Umbau in der zweiten Reihe

Beim Erfurter Parteitag will die neue Rechte ihren Einfluss in der AfD ausbauen – die Unvereinbarkeitsliste mit Identitären und Co. soll fallen.

nd-aktuell.de

Für diejenigen, die sich gleich auf den Weg nach Erfurt machen und den AfD-Parteitag blockieren, haben wir beim @nd-aktuell.de ein schönes Lesepaket zusammengestellt. Hier geht's um frühere Blockaden, Messehallen als Gefängnisse und Wasserwerfereinsätze am Gefrierpunkt.

Pferdestaffeln, Wasserwerfer, Pfefferspray

Blockaden von AfD-Parteitagen gibt es nicht erst seit Widersetzen. Schon früher versuchten Antifaschist*innen gegen die Parteitage vorzugehen.

nd-aktuell.de

Umbau in der zweiten Reihe: Beim Erfurter #Parteitag will die neue Rechte ihren Einfluss in der #noAfD ausbauen – die Unvereinbarkeitsliste mit Identitären und Co. soll fallen. Stark dafür machen sich Björn Höcke und der Brandenburger AfD-Chef Hans-Christoph Berndt. 👉 buff.ly/kq54l5L

Öffnung für weitere Kader der extremen Rechten? AfD will auf Parteitag Unvereinbarkeitsliste überarbeiten – Mitgliedschaften bei NPD, Identitären und Co. wären kein KO-Kriterium mehr.