Rudi A.

@zickenmac.bsky.social

Lese und Schreibe gerne. Interesse an Kunst, Kultur und ein wenig Politik. Familie als Basis.

Nicht nur fackeln wir unsere Welt ab durch KI-Rechenzentren inmitten extremer Hitze, beuten Clickworker aus, verbreiten Slop voller Nonsens & Bias, geben unsere Autonomie preis -- nein, es ist auch noch unfassbar unsolidarisch gegenüber jenen, deren Arbeit ohne ihre Einwilligung ausgequetscht wird.

"Wir haben keine Wahl, wir müssen KI nutzen" -- oh doch, die haben wir. Wir müssen mitnichten die kreative Arbeit von (oft freiberuflichen) Texter_innen, Journos, Autor_innen, Illustrator_innen, Musiker_innen ... untern Bus werfen, nur weil Tech-Dudes das predigen, um sich die Taschen vollzumachen.

Wir haben das vorläufige Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt gelesen. Ein Asylverfahren, dass mehr denn je Gefangenschaft mit Zwangsarbeit in Lagern ähnelt, Aberkennung des Kriegsgeflüchteten-Status für Menschen aus der Ukraine, Angriffe auf Grundpfeiler der demokratischen Gesellschaft...

Eine Infografik mit folgender Schrift: 
Das droht Sachsen-Anhalt unter der AfD: AfD in letzten Umfragen stärkste Kraft - Wahlen am 06. September. “Remigrations-Offensive” auch in die Ukraine. Grundrecht auf Asyl abschaffen. “Remigrations-Offensive” auch in die Ukraine. Verschärfung der Abtreibungspolitik. Briefwahl abschaffen. Ende des ÖRR. Schulpflicht abschaffen. 
Auf dem Bild ist ein schwarz-weißes Foto von Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, wie er nachdenklich zur Seite schaut.Eine Infografik mit folgender Schrift:
Programmentwurf der AfD Sachsen-Anhalt schockt: Der Entwurf soll auf dem Landesparteitag in Magdeburg am 11. und 12. April beraten werden.
Er inspiriert sich in seinen Forderungen stark an der faschistoiden Politik Trumps und überschreitet Grenzen, die bisher nicht überschritten wurden.
Das 155-seitige Dokument ist eine beängstigende Sammlung von rechtsextremer Hetze. Es ist öffentlich einsehbar und blieb bislang erstaunlich weit unter dem medialen Radar. Wir fassen ein paar Kapitel für euch zusammen:
Darunter ist ein Ausschnitt eines Zeitungsartikels des Mitteldeutschen Rundfunks, Schlagzeile: AfD-Programmentwurf: Harte Linie bei Migration, Medien und Familie.
Eine Infografik mit folgender Schrift:
Der “perfekte Asylbetrieb” der AfD: „Grundrecht auf Asyl abschaffen.“ Ein Zitat aus dem AfD-Programm von Seite 29: „Eine AfD-geführte Landesregierung wird eine Bundesratsinitiative zur Abschaffung des Asyl-Grundrechts und seiner Umwandlung in ein staatlicherseits gewährtes Gnadenrecht einleiten.“
Entrechtung, Enteignung, Isolation
Wer nach dem “Gnadenrecht” angenommen wird, soll in “zentralen Unterkünften” untergebracht werden. Es sollen medizinische Altersprüfungen (“Zahnuntersuchung, Röntgen der Handwurzel und des Schlüsselbeins”) durchgeführt werden. Eine “Vermögensprüfung” soll feststellen, ob jemand an den Kosten der Verpflegung beteiligt werden kann.
Arbeit in Lagern
Die Menschen sollen aus diesen Lagern heraus “gemeinnützige Arbeit” verrichten und sonst vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sein, bis sie wieder in ihre Heimat abgeschoben werden - um Ruinen wieder aufzubauen, nachdem sie Jahre ihres Lebens ohne echte Unterstützung, gesellschaftliche Teilhabe und psychologische Betreuung nach Kriegs- und Flucht-Traumata zusammengepfercht leben mussten.
Darunter eine Abbildung auf dem AfD-Programm aus dem Inhaltsverzeichnis, eine Überschrift lautet: „Remigrationsoffensive in die Ukraine vorbereiten!“ eine weitere „Ukrainer nicht mehr als Kriegsgeflüchtete anerkennen!“
Überschrift: Noch mehr Menschenfeindlichkeit:
Eine Überschrift aus dem Programm von Seite 20: Schwangerschaftsabbruch muss im Strafrecht bleiben! Darunter die Zusammenfassung: Verschärfung der Abtreibepolitik: Die AfD meint, dem demographischen Wandel entgegenzutreten, indem sichere Abtreibung kriminalisiert bleibt. Stattdessen wollen sie Schwangere motivieren, das Kind auszutragen und dann zur Adoption freizugeben. Ein Schlag ins Gesicht für jede Person, die in ihrem Leben eine Schwangerschaft durchleben könnte. Trag’ es einfach aus und gib’ es dann ab, die 9 Monate und die potentiell traumatische Geburt sind doch kein Problem. Hauptsache mehr deutsche Kinder!
Eine Überschrift aus dem Programm von Seite 44: Gesellschaftliche Wertschätzung für Rückkehrbedienstete schaffen!
Bereits die AfD Bayern hat ein Auge auf eine Abschiebebehörde ala ICE geworfen, Sachsen-Anhalt reiht sich ein mit ihrer Forderung nach einer “Taskforce”. Diese wahlweise ”Remigrations-Lotsen” oder “Rückkehrbedienstete” genannten Personen sollen gesellschaftliche Wertschätzung erhalten. Was genau das bedeutet, bleibt offen, es steht aber zu vermuten, dass mit ihren Rechtsbrüchen ähnlich lasch wie in den USA umgegangen werden soll, ähnliche glorifizierende Werbekampagnen laufen sollen.
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Alles wiederholt sich. Eine Untersuchung von 2016 über den Bundestag von 1949 ergab, dass etwa ein Drittel der Abgeordneten frühere NSDAP-Mitglieder waren – verteilt auf CDU, FDP und andere Parteien.

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Alles wiederholt sich. Der Historiker Michael F. Feldkamp nennt für die CDU-geführte erste Bundesregierung (1949–1953) unter Konrad Adenauer eine Zahl von 25 bis 30 Prozent ehemaligen NSDAP-Mitgliedern in Ministerien und hohen Verwaltungsposten.

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Alles wiederholt sich. Stefan Wolle (Historiker) schätzte, dass in den ersten Nachkriegsjahren etwa 10 % bis 20 % der CDU-Mitglieder ehemalige NSDAP-Mitglieder waren.

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Alles wiederholt sich. war die Partei nicht allein darin. Ähnliche Entwicklungen gab es in anderen Parteien wie der FDP und teilweise der SPD. Dennoch spielten ehemalige NSDAP-Mitglieder insbesondere in den frühen Jahren der Bundesrepublik eine bedeutende Rolle in der CDU.

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Alles wiederholt sich. Gesellschaftliche Reintegration: Millionen von Deutschen waren NSDAP-Mitglieder gewesen, oft aus Opportunismus oder Zwang. Die CDU verstand sich als integrative Partei. Während viele frühere NSDAP-Mitglieder nach 1945 in die CDU eintraten,

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Alles wiederholt sich. In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion lag der Anteil früherer NSDAP-Mitglieder in den ersten Legislaturperioden schätzungsweise bei 15 bis 20 Prozent. Pragmatische Personalpolitik: Konrad Adenauer setzte auf Fachkompetenz, auch wenn Personen eine NS-Vergangenheit hatten.