arno_dr 🖋️

@arnodr.bsky.social

Erfreulicher Charakter. Chemiker machen aus Kohle Diamanten. Juweliere machen mit Diamanten Kohle. Politiker machen Diamanten zu Kohle. Takk for sist!

Aussagekräftige und nachdenkenswerte Analyse, die genau die Fehler benennt, warum die SPD/FDP/CDU/CSU/Grüne ihre Wähler an einen radikalisierten, demokratiefeindlichen, patriarchalischen, migrationsfeindlichen, rassisitischen MOB, auch AfD genannt, verlieren.

Florentine Dömges@fdoemges.bsky.social · 20h ago

Viele verstehen unter „Nichtwähler mobilisieren“: an Türen klingeln, Plakate kleben und Leuten ein schlechtes Gewissen machen. Das kommt viel zu spät. Menschen gehen wählen, wenn eine Partei etwas vorhat, das ihr Leben verbessert – und glaubhaft dafür kämpft. 🧵

Die AfD verliert, wenn ihre Gegner wieder etwas Eigenes vertreten. Etwas, das Menschen im Alltag spüren. Etwas, wofür eine Partei tatsächlich kämpft. Etwas, das den Gang zur Wahlurne lohnt. Wahlkampf kann das erzählen. Er kann es nicht ersetzen.

Eine andere Politik würde Streit bedeuten: mit Vermietern, Konzernen, großen Vermögen und den rechten Flügeln der eigenen Parteien. Über Bürgergeld und Migration zu reden ist für diese Gruppen wesentlich bequemer.

Damit helfen sie der AfD auf zwei Wegen: Ihre früheren Wähler bleiben zu Hause. Gleichzeitig reden alle über Migration, Missbrauch, Bedrohung und Härte. Die AfD wirkt dann wie die einzige Partei, die wirklich meint, was die anderen nachsprechen.

Die FDP könnte für Aufstieg stehen: gute Bildung, digitale Behörden, Bürgerrechte, Chancen für Gründer und Möglichkeiten für Menschen ohne großes Erbe. Übrig bleiben meist Steuersenkungen für Leute, die schon fast alle Möglichkeiten haben.

Die Grünen wurden für Klimaschutz, Bürgerrechte, Datenschutz und eine humane Flüchtlingspolitik gewählt. Wo sie regieren, kaufen sie Palantir ein und tragen Lager und Schnellverfahren an den EU-Außengrenzen mit. So beseitigen sie selbst die Gründe, sie zu wählen.

Merz macht Abschiebungen, Bürgergeld und Kulturkampf zum Markenkern. Damit verliert die Union moderate Bürgerliche und sagt zugleich allen: Die AfD hat recht, Migration ist das Hauptproblem. Wer das glaubt, kann gleich das Original wählen.

Die Union könnte Menschen halten, die Ruhe, Verlässlichkeit und einen funktionierenden Staat wollen: Kitas, Pflege, Wohnungsbau, Infrastruktur, Verwaltung und Rechtsstaat. Eine Regierung, die Probleme löst, ohne täglich die nächste Empörung zu produzieren.

Die SPD verschärft stattdessen Sanktionen, tritt gegen Bürgergeldempfänger und übernimmt die Migrationspolitik der Union. Sie kontrolliert Menschen mit wenig Geld und lässt Vermieter, Konzerne und große Vermögen aus dem Konflikt heraus. Warum sollte jemand dafür wieder SPD wählen?

Für die SPD wäre der Weg ziemlich klar: Löhne erhöhen. Tarifverträge stärken. Mieten begrenzen. Renten sichern. Schulen und Krankenhäuser in Ordnung bringen. Und offen sagen, wer davon profitiert, dass all das ausbleibt.

Dann läuft es immer gleich: Eine Partei gibt ihr Profil auf. Ihre früheren Wähler bleiben zu Hause. Der AfD-Anteil steigt. Die Partei ruft: „Das Land rückt nach rechts!“ Also rückt sie selbst weiter nach rechts.

Die Parteien schauen auf Umfragen wie auf Marktanteile: AfD bei 25 Prozent? Dann müssen wir ihr ein paar Wähler abnehmen. Währenddessen kümmern sie sich kaum um die Millionen Menschen, die früher andere Parteien gewählt haben und heute keinen Grund mehr dafür sehen.

Viele verstehen unter „Nichtwähler mobilisieren“: an Türen klingeln, Plakate kleben und Leuten ein schlechtes Gewissen machen. Das kommt viel zu spät. Menschen gehen wählen, wenn eine Partei etwas vorhat, das ihr Leben verbessert – und glaubhaft dafür kämpft. 🧵

Florentine Dömges@fdoemges.bsky.social · yesterday

Niemand weiß heute, wen die Nichtwähler 2029 wählen werden. Genau deshalb ist das Rennen offen. Kampagnen, Kandidaten, Themen und taktisches Wählen können verändern, wer überhaupt zur Wahl geht.

Nicht zu fassen. Wowereits Satz von 2001 "ich bin schwul - und das ist auch gut so" war sein öffentliches Coming out - das erste eines schwulen dt. Spitzenpolitikers. Sich da dranzuhängen, sich als Konservativer zu einer unterdrückten Minderheit zu stilisieren, der sich mutig "outet", ist ekelhaft.

Flyer der CDU mit Foto Stefan Evers und den Worten: Ich bin konservativ. und das ist auch gut so.Großplakat an der CDU-Parteizentrale mit Foto Stefan Evers und den Worten: Ich bin konservativ. und das ist auch gut so.

Lesch: Klimakrise ist vor allem auch eine Gerechtigkeitsfrage und nur so lässt sie sich lösen. Es müssen alle beim Spiel auch mal gewinnen, sonst ist das Spiel vorbei. Wenn wir das nicht berücksichtigen, dann kommen ganz andere Spiele auf den Tisch…

Alex Koenig@trumpfass.bsky.social · 9h ago

"Was macht dir [beim Gedanken an diesen bewohnbaren Planeten] die größte Sorge?" Lesch: "Wir sind Hochleistungssäugetiere, wir haben einen unglaublichen Stoffwechsel: wir brauchen bestimmte Temperaturen - wenn es zu heiß wird, sind wir tot. Wenn es zu feucht & zu heiß wird, sind wir tot." #42Grad