Céline Zimmerer

@celinezimmerer.bsky.social

peer researcher @UniLeipzig mental health advocate lived experience of psychosis „There is a crack, a crack in everything. That‘s how the light gets in.“

„Some people say that what I did changed the world. But really, I simply refused to accept what I was told about who I could be. And I was willing to make a fuss about it.” Disability Rights Activist Judy Heumann in her book “Being Heumann” 🪧

„Es geht um eine grundlegende Infragestellung der im Namen der ärztlichen Behandlung und Therapie begangenen Verletzungen und Missachtung der Bürgerrechte sowie um die Überprüfung der wissenschaftlichen Modelle, 1/3

Auf der #Liegenddemo in Leipzig wurde ein Briefwechsel vorgelesen, der mich sehr berührt hat. Es ging unter anderem um „Fürsorge im Kollektiv“. Ich kann es nicht schöner sagen und lasse es so stehen. Ich bin so froh, dass so viele Menschen heute da waren. 📣 💙

"Menschen mit psychsichen Erkrankungen sollen künftig persönlich beim Jobcenter vorsprechen. So soll geprüft werden, ob die Betroffenen wirklich krank sind." Wer solche Regelungen schreibt, der ist offensichtlich in der privilegierten Position nicht zu wissen, was psychsiche Krankheiten bedeuten 1/2

Ausschnitt aus SZ-Artikel: Menschen mit psychischen Erkrankungen sollen künftig strenger kontrolliert werden. Sie sollen künftig persönlich beim Jobcenter vorsprechen. So soll geprüft werden, ob die Betroffenen wirklich psychisch krank sind. Diese Regelung könnte sich als problematisch erweisen. Wie groß die betroffene Gruppe ist, zeigen ältere Auswertungen von Krankenkassendaten aus Studien im Auftrag des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Mehr als ein Drittel der Leistungsberechtigten erhält im Laufe eines Jahres eine psychiatrische Diagnose; Fachkräfte in Jobcentern schätzen in ihrer Praxis häufig sogar die Hälfte bis zwei Drittel als psychisch erkrankt ein. Sprich: Persönliche Anhörungen könnten künftig einen größeren Teil der Verfahren betreffen, mit allen belastenden Konsequenzen für die Betroffenen, aber auch der Arbeitsbelastung in den Jobcentern.

Ich verstehe alle die Angst haben, empört sind. Seid laut! Aber bleibt dabei solidarisch. Nein, dieses Register ist auch dann nicht "verständlich" wenn es "nur Menschen mit schizophrenie und Persönlichkeitsstörungen" führen würde oder nur solche, die bereits Beschlüsse wegen "Fremdgefährdung" hatten

"ich hab Depressionen, ich bin doch nicht gefährlich." Menschen hatten noch nie unterbringungsbeschluss aufgrund von Eigen- UND Fremdgefährdung and it shows... Gefährdungsunterstellung aufgrund psy dx rechtfertigt jetzt schon das Aussetzen von Grundrechten.

MadAndTired@neuroqeerfiona.bsky.social · 2y ago

Der Auftrag zur Kontrolle, zur Sicherung der öffentlichen Ordnung und zur Verhaltensmodifikation, auch mit Gewalt, ist wesentlicher Bestandteil des psy*systems und der psychK(H)G usw. Das ist nicht neu. Das ist vielen psychiatrisch diagnostizierten Menschen nur nicht so klar.

#Linnemann Ich bin noch immer ohne Worte, aber wenn ich eines weiß, dann, dass so eine Liste gefährlich und stigmatisierend ist. Ebenso bestürzend finde ich die Rufe in der Community, dass so eine Liste sicherlich nicht für Menschen mit Depression, aber für solche mit Schizophrenie sinnvoll wäre.