Georg Schomerus

@geschom.bsky.social

Psychiatrist, stigma researcher, w/ special interest in time trends, SUD Stigma, and Long COVID/ ME/CFS stigma. Chair of Psychiatry at Leipzig University. Opinions are my own @MHandsociety.bsky.social

Chef @geschom.bsky.social hat ein Buch geschrieben. Leider nicht über ME/CFS & Long COVID, aber abgesehen davon ist es wirklich sehr gut. Ich habs nämlich schon gelesen und obwohl ich dachte schon alles über das Stigma von (Alkohol-) Abhängigkeitserkrankungen zu wissen, war es richtig spannend.

Katerland

Deutschland ist ein Land, das Alkohol liebt. Gleichzeitig verachten wir jene, die von Alkohol abhängig werden. Stigmaforscher Georg Schomerus zeigt, wie diese Doppelmoral Betroffene unsichtbar macht, ...

beltz.de

📣Noch mal die Info: es gibt den Artikel jetzt sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch. Beide open access lesbar, online oder als Download. 📣FYI: the article is now available in both German and English. Both versions are open access, available to read online or as a download.

Georg Schomerus@geschom.bsky.social · 3mo ago

Endlich online! Open Access. Pünktlich zum ME/CFS Awareness Day unser Text gegen die Psychologisierung von Long COVID und ME/CFS 💐 Danke an @privilegienschreck.bsky.social @ffhambu.bsky.social @postx.bsky.social @buechnerronja.bsky.social www.thieme-connect.com/products/ejo...

Titelseite des kritischen Essays Welche Rolle spielt „die Psyche"? Long COVID und ME/CFS als Prüfsteine für eine evidenzbasierte und patient* innenorientierte
Psychiatrie und Psychotherapie 

(What is the Role of "the Psyche"? Long COVID and ME/CFS as Test Cases for Evidence-Based and Patient-Centered Psychiatry and Psychotherapy)

Autorinnen/Autoren:
Georg Schomerus, Mirja Lisa Nicolas, Fabian Fritz, Diana Schneider, Ronja Büchner

Liebe „In aller Freundschaft“ schon immer wegen meiner Oma und heute mehr denn je: es wird die Unterstellung von Münchhausen by Proxy durch Ärzt*innen bei Kindern mit Long COVID thematisiert. Am Ende wird sich für die #Psychologisierung entschuldigt - mehr ARD in echten Kliniken bitte schnell.

In aller Freundschaft: Folge 1130: Ein anderes Monster (S28/E42) - hier anschauen

Während der Operation durch Lucia Böhm und Kathrin Globisch treten bei der elfjährigen Lotta Trab unerwartete Komplikationen auf. Diese wurde mit gebrochenen Rippen nach einem Sturz eingeliefert. Nun ...

ardmediathek.de

Ich glaube echt das Erkennen und Bekämpfen von SEKUNDÄRER PSYCHOLOGISIERUNG wird *die* Aufgabe aller Beteiligten, auch vor dem Hintergrund der Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen. Sie ist nicht weniger gefährlich und schädlich als die primäre Psychologisierung.

Mirja Nicolas@privilegienschreck.bsky.social · 6mo ago

Nochmal zu sekundärer Psychologisierung: D.h., dass psychologische Faktoren bei der Krankheitsentstehung oder -aufrechterhaltung überbetont werden. Psychosomatische Medizin selbst charakterisiert Krankheiten wie Long Covid oder ME/CFS heute nicht direkt als psychogen oder "eingebildet". ABER: 1/

@buechnerronja.bsky.social hat hier einen ganz wichtigen Thread gepostet. Es ist wirklich unglaublich, wie die Community stigmatisiert und abgewertet wird. Anstatt dieses kollektive Wissen und Engagement zu würdigen und auch zu nutzen. #longcovid #me/cfs #stigma

Pause @ Real Scientists DE@realscientists.de · 6mo ago

Ich möchte noch was zur (online) Community der #LongCOVID & #ME/CFS Betroffenen sagen. Natürlich sind sehr viele Betroffene online aktiv, denn das Internet ist einer der wenigen Räume, in denen sie sich noch aufhalten können. Auch die meisten Selbsthilfegruppen finden natürlich online statt.

Bevor ich später/morgen unbedingt noch was zur partizipativen Forschung sagen möchte (auch angesichts der vom BMFTR ausgerufenen Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen ein wichtiges Thema), lasse ich euch jetzt mal dieses wunderschöne berührende Zitat aus SICK WOMAN THEORY von Johanna Hedva hier.

Ich dachte immer, dass die größten antikapitalistischen Gesten, die es noch gibt, mit Liebe zu tun haben, besonders mit Liebes-gedichten: Ein Liebesgedicht zu schreiben und es der Person zu geben, die du begehrst, empfand ich als radikal widerständig. Aber jetzt sehe ich, dass ich mich geirrt habe.

Aufeinander und auf sich selbst achtzugeben, ist der antikapitalistischste Protest, den es gibt. Die Verletzlichkeit und Fragilität und Prekarität von einander ernst zu nehmen und anzuerkennen, uns zu unterstützen, anzuerkennen und zu stärken. Einander zu beschützen, Gemeinschaft zu kreieren und zu praktizieren. Eine radikale Verwandtschaft, eine Gemeinschaft wechselseitiger Abhängigkeit, eine Politik der Care.

Denn wenn wir alle einmal krank sind und das Bett nicht verlassen können, werden wir unsere Geschichten von Therapien und Trost teilen, Selbsthilfegruppen bilden, voreinander Zeugnis von unseren traumatischen Geschichten ablegen, der Fürsorge und Liebe zu unseren kranken, schmerzenden, teuren, empfindlichen, phantastischen Körpern Vorrang einräumen und niemand wird da sein, der*die zur Arbeit gehen kann und dann wird der Kapitalismus vielleicht endlich zu seinem dringend benötigten, längst überfälligen und verdammt großartigen Halt kommen.

Guten Morgen aus Leipzig, der wohl besten Stadt überhaupt (keine Diskussion bitte danke, wir halten uns hier schließlich an Fakten) Da wahrscheinlich kaum jemand den Vorstellungsblog liest, fasse ich mal das Wichtigste zusammen: Ich bin Psychologin&wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Leipzig

verschiedene Sticker vom BERLIN BUYERS CLUB, die Awareness für Long COVID und ME/CFS schaffen. Die meisten Sticker sind in schwarz und pink gehalten. Es finden sich Aufschriften wie: „Just FYl, washing your hand isn't enough to protect you from an airborne virus“ mit der Abbildung von Sailor Moon mit Maske, Luftfilter und CO2-Messgerät. Oder: „Roses are red/Violets are blue/If I got Long Covid/ So can you“ oder „LONG COVID IS  REAL BITCH“ in einer Herzform.

Ich liebe #Wissenschaftskommunikation und finde das Konzept der @realscientists.de einfach super: jede Woche erzählt eine Person aus ihrem Leben bzgl. Werdegang, Forschungsinhalte, Berufsalltag... diese Woche gehts mit @susannegruss.bsky.social u.a. um 🏴‍☠️ & 🧙‍♀️ Nächste Woche darf ich🙋‍♀️Freu mich schon!

Pause @ Real Scientists DE@realscientists.de · 7mo ago

[Admin] Renaissance, zeitgenössische britische Literatur und die Rolle von Piraten auf der Theaterbühne! Begrüßt unsere neue Kuratorin @susannegruss.bsky.social ! realscientistsde.blogspot.com/2026/01/rena...

Cool study in JAMA Psychiatry confirms what many have suspected for a while: PHQ (depression questionnaire) instructions are widely misinterpreted by patients. It is unfortunate that a questionnaire as shitty as PHQ-9 has become so ingrained & ubiquitous jamanetwork.com/journals/jam...

Interpretation Issues With the Patient Health Questionnaire Instructions

This survey study assesses whether responses to the Patient Health Questionnaire reflect symptom frequency and severity.

jamanetwork.com

✍ Busy pub day - two impt AI and healthcare articles out today that I want to draw your attention to: In this one, the second in a series in the @bmj_latest we discuss "How AI affects patient agency" - it's a patient-focused take on the advances we're seeing in genAI. bmj.com/content/391/...

How generative AI affects patient agency

Generative AI is expanding access, understanding, and choice for patients but also creating new risks and ethical questions, argue Charlotte Blease and colleagues What once sounded like science fict...

bmj.com

Im Juni ist im Psychotherapeutenjournal ein Artikel über das Post-COVID-Syndrom erschienen*. Als Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen der akademischen Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie sowie einer Selbsthilfegruppe aus wissenschaftlich Tätigen von PCS und ME/CFS Betroffenen 1/

Eine Zeitschriftenseite mit dem Titel "Das Post-COVID-Syndrom – Überblick über bio-psycho-soziale Erklärungsmodelle", von Alexa A. Kupferschmitt und Volker Köllner. Es handelt sich um einen Artikel aus dem Psychotherapeutenjournal (Ausgabe 1/2025).

Ein Teil des Artikels ist mit zwei Kästchen überlagert. Diese enthalten Ausschnitte aus einem Leser*innenbrief:

Sehr geehrte Redaktion,
wir beziehen uns auf „Das Post-COVID-Syndrom - Überblick über bio-psycho-soziale Erklärungsmodelle".
Es freut uns, dass im psychotherapeutischen Diskurs die multisystemischen Pathomechanismen des Post-COVID-Syndroms (PCS) aufgezeigt und die biomedizinisch zu bearbeitenden Forschungslücken benannt werden. Allerdings entsteht beim Lesen des Artikels der Eindruck, dass viele Befunde nur erwähnt werden, um dann doch recht unkritisch therapeutische und ätiologische Rezepte, die sich bei anderen Erkrankungen bewährt haben, auf das PCS zu übertragen. So ist es schwer nachzuvollziehen, dass jegliche Hinweise auf potentielle iatrogene Schädigungen durch therapieinduzierte post-exertionelle Malaise fehlen. Damit werden nicht nur die bisherigen und im Artikel teilweise referierten biomedizinischen Erkenntnisse ignoriert, sondern auch die Erfahrungen vieler Patient*innen, die durch eine unkritische Anwendung psychosomatischer Therapiekonzepte zum Teil schwer geschädigt wurden (z.B. Hammer et al., 2025).

*Wir schreiben als ein Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen der akademischen Psychologie, Psychotherapie und Psychiatrie. Hierzu kooperieren wir mit einer Selbsthilfegruppe bestehend aus rund 70 von PCS und ME/CFS betroffenen Professor*innen und anderen wissenschaftlich Tätigen unserer eigenen und weiteren Disziplinen. So können wir Selbsthilfe als Ausdruck von Empowerment und als wertvolle Ressource anerkennen und stärken. Aus dieser Kombination ergibt sich eine Perspektive, die zugleich akademisch abgesichert ist und die Sicht der Betroffenen darstellt.