Christine Lehmann

@christinelehmann.bsky.social

Schriftstellerin, Fahrradbloggerin https://dasfahrradblog.blogspot.com https://christine-lehmann.blogspot.com https://herlandnews.com

Der paradoxe Widerstand gegen Vorteile für alle - Tempo 30

Der paradoxe Widerstand gegen Vorteile für alle - Tempo 30

Tempo 30 flächendeckend in der Stadt, also auch auf Hauptverkehrsstraßen, bringt auch Vorteile für Autofahrende. Für alle anderen sowieso.  Das hat ein Modellprojekt in niedersächsischen Kommunen ergeben. Den Modellversuch hätte man eigentlich gar nicht machen müssen, denn man weiß seit langem, dass der Autoverkehr in Städten sich weniger staut und besser fließt, wenn nicht schneller als 30 km/h gefahren wird. Das ist ohnehin die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Autos in einer Stadt, alle Ampelhalts und Hindernisse mit eingerechnet. Deshalb ist man mit dem Fahrrad in der Regel schneller am Ziel. Außerdem bessert sich die Luftqualität und die Anwohner:innen müssen weniger Lärm erdulden. Die Zusammenstöße von Autofahrenden mit Fußgänger:innen oder Radfahrenden wurden zwar auf den Versuchsstrecken nicht weniger, aber die Verletzungen waren nicht so schwer.  In Wangen in Allgäu hat man auf etlichen Haupt-Straßen zum Lärmschutz Tempo 30 angeordnet, teils nur nachts. Der Gemeinderat hat es beschlossen, die Bürgerschaft wurde ausführlich informiert. Aber als die Schilder dann Anfang des Jahres standen, regte sich - angefacht von der lokalen CDU - Widerstand. Es wurden sogar Unterschriften gesammelt. Es handelt sich jedoch wieder einmal um eine sehr laute Minderheit, wie die Schwäbische Zeitung berichtet. Die hatte sogar ausführlich mit diversen Fahrten getestet, ob es einen nennenswerten Zeitverlust für Autofahrende gibt und festgestellt, dass es den nicht gibt, und auch sogenannte Ausweichstrecken durch Wohngebiete Vorteile bringen, die sich aber nicht ergaben.  Währenddessen Pforzheim: Da hatte man Tempo 30 eingeführt und hebt es nun tagsüber wieder auf. Auf Hauptverkehrsstraßen darf dann wieder 50 km/h gefahren werden. Die Begründung dafür ist, dass man "Staus vermeiden" wolle. Das ist sicherlich kein haltbarer Grund, sondern eher eine Ausrede, um den konservativen Autofahrenden das vertraute Gaspedal-Gefühl zurückzugeben. Rational ist es nicht. Denn je höher die Geschwindigkeit, desto größer die Gefahr von Staus, die aus den Verzögerungen des Abbremsens und wieder Anfahrens entstehen. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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Die Müllabfuhr darf das

Die Müllabfuhr darf das

Gegen eine Einbahnstraße fahren, auf der linken Straßenseite fahren und halten, das darf die Müllabfuhr.  (Zum Wiederlesen)  Paragraf 35 Absatz 6 der Straßenverkehrsordnung* erlaubt es Müllfahrzeugen wie Baufahrzeugen oder Straßenreinigern, auf allen Straßen und Straßenteilen und auf jeder Straßenseite in jeder Richtung zu allen Zeiten zu fahren und zu halten, wenn ihr Einsatz das erfordert. Denn die Müllabfuhr erledigt hoheitliche Aufgaben.  Für Autofahrende bedeutet das, dass sie manchmal länger warten müssen, bis sie an einem Müllfahrzeug vorbeikommen. Und Warten ist leider nicht das, was Autofahrende gut können. Das gilt übrigens auch für Radfahrnde, die noch leichter in Versuchung geraten, das Müllauto über den Gehweg zu umfahren. Damit bringen sie (wie übrigens auch Autofahrende) die Müllleute in Gefahr, die mit Mülltonnen hinter dem Müllauto oder einem Haus hervorkommen. 2018 hat mir die AWS (Abfallwirtschaft Stuttgart) deshalb mal einen Brief geschrieben, in dem sie mich bat, Radfahrende darauf aufmerksam zu machen, dass sie auf Kollisionskurs mit Müllleuten fahren (Foto oben). Weder Radfahrende, noch Autofahrende dürfen Gehwege benutzen, um ein haltendes Auto zu umzufahren. Sollten sie dennoch tun, dann sollten sie es wenigstens unbedingt sehr, sehr langsam und aufmerksam tun. Wir Radfahrende können übrigens kurz absteigen und schieben. Ein unschätzbarer Vorteil gegenüber Autofahrenden.  Sonderrechte haben auch Polizist:innen in Polizeiautos. Allerdings nicht immer. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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Autos machen unsere Straßen eng

Autos machen unsere Straßen eng

Die Zahl der Autos nimmt zu, die Za hl der Fahrräder aber auch. Das rtiObgleich die Mehrheit Rad nur in der Freizeit fährt, nutzen deutschlandweit 10 Prozent die Röder auch für den Weg zur Arbeit. Das könnten viel mehr sein, wenn die Politik es wollte.e  Unsere Verkehrsinfrastruktur hält mit der Zunahme des Radverkehrs nicht Schritt, und weil die Autos immer größer werden, wird es vor allem in städtischen Nebenstraßen eng für alle, sowohl für Autofahrende als auch für Radfahrende. Viele Stadtverwaltungen wissen, dass eine Förderung des Radverkehrs die Verkehrsprobleme in den Städten lösen würde. Ein durchgehehendes Netz an sicheren Radwegen bringt sehr viele Menschen aufs Fahrrad, die sich das jetzt nicht trauen. Das Herstellen des Radwegnetzes ist nicht nur sehr viel billiger als Autostraßen, es amortisiert sich auch oftmals schon binnen eines Jahres und bringt ab dann einer Stadt finanzielle Vorteile. Laut einem Bericht des Institute for Transportation and Development Policy auf das sich ein Post von Cycling Week bezieht, sind Netzwerke aus geschützten Radwegen sehr kosteneffizient. In den untersuchten Städten (welche das sind, habe ich noch nicht rausgefunden), zeigte sich, dass Radwege mehr wirtschaftlichen Wert generieren als ihr Bau gekostet hatte. Mit eingerechnet werden Ersparnisse bei den Transportkosten und gesundheitliche Vorteile durch mehr Bewegung. Der Effekt tritt auf, weil ein gutes Radwegenetz viele Menschen ermutigt, Rad zu fahren. Und viel Radverkehr erspart einer Stadt stets viele Kosten für Gesundheit, Straßenbau, Lärmschutz und Umweltschutzmaßnahmen. Außerdem kurbeln Straßen, in denen weniger Autos und mehr Fahrräder fahren, den lokalen Handel und die Gastronomie an. Radfahrende sind meist gute Konsument:innen. Und sie haben mehr Geld übrig, weil ihre Mobilität billig ist.  Bekannt ist das seit Jahren. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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Urlaub in der Klimakrise. Keine KI, einfach ein Handyfoto, das ich vorhin am Strand von Lacanau (Frankreich) gemacht habe. In welchem Klima wird der kleine Junge aufwachsen? Es liegt in unserer Hand, aber die Zeit läuft uns davon.

Ein kleines Kind mit blauem T-Shirt sitzt an einem Strand mit Weltuntergangsstimmung. Rechts ist das Meer. Im Hintergrund ist eine riesige Aschewolke zu sehen. Das gesamte Bild ist orange-rötlich durch die Asche in der Luft.

Es sind mehr Menschen in der Ferne am Strand zu sehen.

Lautenschlager Straße wird Fahrradstraße mit Hindernis

Lautenschlager Straße wird Fahrradstraße mit Hindernis

Der Gemeinderat hat beschlossen, dass die Lautenschlager Straße zwischen Bahnhof und Bolzstraße zur Fahrradstraße wird. Das ist schön.  Leider aber soll an der Kreuzung Kronenstraße zunächst weiterhin dem Autoverkehr, der nur zu und von Parkhäusern fährt, Vorrang gegeben werden. Da  gibt es an allen vier Seiten Zebrastreifen. Später soll dort dann ein Kreisverkehr angelegt werden. Und das ist etwas verwunderlich.  Alle, die die Strecke kennen, wissen, dass man da heute mit dem Fahrrad so gut wie immer an dem Zebrastreifen aufseiten der Stadtmitte auf Fußgänger:innen achten und oft auch anhalten muss. Der Autoverkehr, der ebenfalls wegen der Zebrastreifen meist steht oder sehr langsam rollt, muss zudem durchquert werden. Ich begegne immer wieder Autofahrenden, die damit rechnen, dass ich auf der Lautenschlagerstraße Vorrang haben könnte, und warten oder mich durchwinken, weil sie ohnehin gerade stehen. Die Situation hat schon etwas Chaotisches an sich. Aber das sind wir ja - viel schlimmer noch - von der Kreuzung Hauptradroute 1 am Tagblattturm gewöhnt. Das heißt allerdings nicht, dass das gut ist und zum Konzept für die Stadt Stuttgart werden muss: nämlich Vorfahrt für den Parkplatzzielverkehr vor der Fahrradstraße. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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Bordsteine und Rüttelstrecken sind ein großes Thema unter Radfahrenden

Bordsteine und Rüttelstrecken sind ein großes Thema unter Radfahrenden

Unebene Untergründe, Bordsteine, Gullideckel und Wurzelaufwürfe kosten Radfahrende viel Energie und verringern nicht nur ihren Spaß, sondern auch ihre Reichweite.  Und das Thema beschäftigt doch etliche Radler:innen, wie sich an den Kommentaren auf meinen kleinen Blog-Post über einen neuen Bordstein, der die Situation verschlechtert, zeigte. Bordsteine, Querrillen und vielfach geflickte Asphaltdecken in Nebenstraßen rütteln nicht nur das Fahrrad ordentlich durch, einige haben auch berichtet, dass bei der Fahrt zur Arbeit die Laptops in den Satteltaschen Schaden nehmen können. Auch auf den Energieverlust durch Schläge und Stöße und ständiges Abbremsen und wieder Anfahren verweist ein Kommentar. Es geht also nicht nur um Komfort, sondern auch um Materialschutz und Energieaufwand bei der Verkehrsform, die sich nicht durch einen Motor ziehen lässt, sondern sich durch Muskelkraft voranbringt (was auch für Pedelecs gilt). Jede Unebenheit schlägt übers Fahrrad durch den ganzen Körper und erzwingt Muskelanspannungen, jede Unebenheit bremst das Fahrrad ab, was mit mehr Tretkraft kompensiert werden muss. Auf langen Strecken kostet das Kraft. Je unebener der Untergrund, desto langsamer muss ich fahren, desto anstrengender wird meine Fahrt und desto länger dauert mein Weg. Gute Untergründe verkürzen die Fahrzeit und erweitern den Radius für Radfahrende.>>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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Sind wir unfähig, richtig Rad zu fahren?

Sind wir unfähig, richtig Rad zu fahren?

Neunzig Prozent der Deutschen können nicht richtig Rad fahren,  titelt die FAZ auf Facebook. "Beim Bremsen bereiten Radfahrer ihre Hinrichtung vor" lautet die reißerische Artikelüberschrift. Deshalb gebe es so viele tödliche Radunfälle.  Radfahrende problematisieren ist ja beliebt, insbesondere das Pedelec-Fahren. Und dabei großzügig übertreiben, auch. Ob die Behauptung mit Zahlen unterlegt ist, weiß ich nicht. Aber der Autoverkehr ist immer noch problematischer auch für uns Radfahrende. 90 Prozent aller Autounfälle gehen auf menschliches Versagen zurück (falsche Sitzposition, Unaufmerksamkeit, falsche Blickführung, Kontrollverlust übers Auto etc). Und vom Autoverkehr geht die Hauptgefahr für Radfahrende und Fußgänger:innen aus. An rund 75 Prozent der Crashs zwischen Fahrrad und Auto sind Autofahrende Schuld, Aber immerhin 35 Prozent der Radunfälle sind Alleinunfälle. Das nur zur Einordnung. Egal, an wie vielen Crashs oder Alleinunfällen ein Fahrfehler aufseiten des Radfahrers mit eine Rolle spielte, fehlerfrei ist niemand, auch Autofahrende nicht. Aber Fehlervermeidung ist natürlich immer gut.   Den FAZ-Artikel kann ich nicht lesen, er befindet sich hinter der Bezahlschranke. Aber Radweltmeister Mike Kluge, der hier befragt wird, dürfte nicht nur Selbstüberschätzung und Kontrollverlust über schwere Pedelecs genannt haben, sondern auch falsche Fahrtechniken. Wahrscheinlich geht es ums Bremsen, Kurven fahren und um Ausweichmanöver.  Richtig bremsen >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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Nur wenige Gemeinden beim RadMELDER dabei

Nur wenige Gemeinden beim RadMELDER dabei

Das Verkehrsministerium Baden-Württemberg bietet ein Tool an, mithilfe dessen man Probleme im Radwegnetz oder auf Radwegen melden kann.  Es heißt RadMELDER. Man kann Wegpunkte markieren und beschreiben, was dort los ist. Gute Sache, das. Aber leider machen bislang kaum Gemeinden in Baden-Württemberg mit, Stuttgart auch nicht, weshalb ich für mein Radfahrgebiet keine Meldungen absetzen kann. 13 von 35 Landkreisen sind (Stand Juli 2026) bislang dabei. Auf der Karte sind sie hell markiert.   Bei seinem Besuch auf der Landesgartenschau in Ellwangen sagte der zuständige Staatssekretär, man böte Verkehrsplanung zum Mitmachen. Man mache es den Menschen einfach, Hinweise aus ihrem Alltag zu melden, schnell, digital und ohne Umwege. Die Informationen kämen direkt dort an, wo sie gebraucht würden und könnten effizient bearbeitet werden. Gedacht ist das wohl so, dass von großen bis kleinen Problemen, von fehlender Radinfrastruktur bis Schlaglöcher oder Gebüsch, das in den Radweg wächst, alles gemeldet werden kann. Loben darf man auch. Das entspricht in etwa unserer Gelben Karte in Stuttgart. Mag sein, dass deshalb Stuttgart nicht dabei ist, es mag aber auch andere Gründe haben.  Wenn sich da nicht zügig mehr Gemeinden anschließen, bleibt das Tool ziemlich exklusiv.   Ab dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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Klimapolitik die fassungslos macht: Wir blicken zurück auf eine Hitzewelle mit über 4.310 Hitzetoten. Reaktion der Regierung: Sie kürzt heute ihre Klimagelder für nächstes Jahr. 2,7 Milliarden aus dem Klimafonds sollen in den Kernhaushalt fließen – fehlen also zB bei der Förderung von Wärmepumpen 🧵

Radfahren in Paris

Radfahren in Paris

Es gibt Städte, die bringen uns zum Träumen. Paris gehört dazu. Blogleser Hansjörg war im Juni mit dem Fahrrad dort. Er hat mir Bilder und einen Kurzbericht geschickt.  Er schreibt, toll zu sehen sei, dass sehr wenige Autos am Straßenrand geparkt werden können. Viele größerer Straßen, also die meisten Boulevards haben eine eigene baulich abgeteilte Radspur, manchmal als Zweirichtungsradweg, wenn auch sehr schmal, manchmal nur bergauf. Es gibt sehr viele Zebrastreifen in recht kurzen Abständen, viele mit Ampeln. An denen steht man maximal 30 Sekunden, oft kürzer. Gefühlt gilt überall Tempo 30. Autofahrende und sehr viele Radfahrende halten auch wirklich an den Ampeln. Die motorisierten Verkehrsteilnehmer:innen drängeln nicht, hupen nicht, sind nicht aggressiv. Niemand beschleunigt stark oder ist röhrend unterwegs. Der Lärmpegel der Autos ist auffällig gering. Zudem sind auch wenige Kfz unterwegs, sowohl unter der Woche als auch an den Wochenenden. Es gibt viele Einbahnstraßen, die alle für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben sind. Einige Straßen sind für den Autoverkehr ganz geschlossen. Viele Gehwege sind in jüngster Zeit begrünt worden. Paris, so sein Fazit, zeige sich ihm als Fremden nicht mehr als hektische Stadt. Insgesamt habe die Stadt außerhalb der touristischen Hotspots einen sehr lebenswerten Eindruck gemacht, abgesehen von den Preisen für Wohnungen und in der Gastronomie. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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Regelrechte Sturzbäche schießen die Hänge des Matterhorns hinab. Viele sind irritiert und glauben an KI-generierte Bilder. Aber das Phänomen ist so real wie besorgniserregend. Wassermassen stürzen das 4.478 Meter hohe Schweizer Wahrzeichen herab.. 😯 👇

"Das Matterhorn weint": Ungewöhnliche Wasserfälle schießen die Hänge hinab

Regelrechte Sturzbäche schießen die Hänge des Matterhorns hinab. Viele sind irritiert und glauben an KI-generierte Bilder. Aber das Phänomen ist so real wie besorgniserregend.

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Das Auto ist schon okay, das Fahrrad eigentlich nicht

Das Auto ist schon okay, das Fahrrad eigentlich nicht

In den Medien wird über Verkehr tendenziell eher aus Autoperspektive berichtet. Das hat Folgen für die Darstellung des Radverkehrs und für die Einstellung zum Radverkehr.  In Deutschland wird reichlich über den Autoverkehr geschrieben. Dabei geht es mehrheitlich um die Probleme der Autofahrenden mit ihrem Verkehr, um Baustellen, Steckensperrungen, Autostau, schlechte Straßen, marode Brücken oder Radfahrstreifen, also um das berühmte "Verkehrschaos", bei dem immer nur der Autoverkehr gemeint ist. Seltener geht es darum, welche Probleme der Autoverkehr anderen macht, Anwohnenden, Radfahrenden, Fußgänger:innen oder der Natur durch Lärm, Abgase, Raserei oder Falschparken. Autofahrende werden tendenziell eher als unter Problemen leidend dargestellt. Dass der Autoverkehr für andere oder unsere Gesellschaft und Ökonomie problematisch ist, interessiert die Medien nicht sonderlich.  Es wird auch gerne und viel über den Radverkehr geschrieben, doch in diesen Artikeln geht es meistens darum, dass Radfahrende anderen Probleme bereiten, also um "Kampfradler", Fehlverhalten, Regelverstöße oder Platzanspruch (Radwege, die Parkplätze kosten) und die Kosten für Radinfrastruktur als zu hoch. Ein weiteres riesige Themenfeld ist die Sicherheit der Radfahrenden, verbunden mit Risiken und Radunfällen. Die Radfahrenden werden tendenziell eher als gesellschaftliches Problem dargestellt. Dass sie selber Probleme haben, die man ernst nehmen könnte (Hindernisse, Unterbrechungen der Radinfrastruktur, Aggression von Autofahrenden), interessiert nicht sonderlich. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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Es ist passiert: Polizei kontrolliert Schrittgeschwiindigkeit

Es ist passiert: Polizei kontrolliert Schrittgeschwiindigkeit

Die Verkehrspolizei hat entdeckt, dass man auf fürs Radfahren freigegebenen Gehwegen wunderbar Radfahrende beim Regelverstoß erwischen kann.  Ich habe immer davor gewarnt, dass die Polizei auf freigegebenen Gehwegen die Schrittgeschwindigkeit durchsetzt, denn die Stadt Stuttgart lotst uns auf 140 km über Gehwege, die fürs Rad freigeben sind, und nicht immer haben Radfahrende die Wahl, auf der Fahrbahn zu radeln. Schüler:innen will man offensichtlich ohnehin auch gar nicht auf Fahrbahnen haben. Da Schrittgeschwindigkeit mit dem Rad nur auf ein paar Metern gefahren werden kann, nicht aber über mehrere hundert Meter, sind wir allesamt - ausnahmslos alle - auf solchen Wegen regelwidrig unterwegs, nämlich immer zu schnell, und können immer und jederzeit von der Polizei mit einem Verwarngeld von 15 Euro belegt werden, bei Gefährdung oder Behinderung von Fußgänger:innen mit 30 Euro.  Am Donnerstag, dem 18. Juni kontrollierte die Polizei nun also in Feuerbach, Weilimdorf, Hausen und Giebel den Rad-, E-Scooter- und Autoverkehr. In der Heilbronner Straße, so lesen wir in der Pressemeldung der Polizei, auf Höhe Friedrichswahl stellten die Beamten am Morgen zahlreiche Radfahrer (Radfahrerinnen waren wohl nicht darunter oder vielleicht doch) fest, die schneller als die erlaubte Schrittgeschwindigkeit fuhren. >>WeiterlesenAb dem dritten Tag nach Erscheinen werden Kommentare von mir händisch freigegeben. Sonst habe ich zu viele Spams.

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