James Krull

@jakrull.bsky.social

History, Food & Outdoors | Diss. zu Gedenktagen in UK & BRD | OpenHistory e.V.

Man kann die AfD ausschließen. Man kann überlegen, ob man diese Strategie wirksam bekämpfen kann (bislang ist das nicht gelungen). Was man nicht machen kann: Schulterzuckend auf die Umfragewerte zeigen und sagen "Ja dann müssen wir sie halt einladen". Das ist kein Umgang, das ist nur bequem. (16/16)

Was man inzwischen übrigens auch ohne Vorbehalt sagen kann: Die AfD ist eine rechtsextreme Partei. Das „in Teilen rechtsextrem“ ist falsch und verharmlosend. Wer wegen dieser Aussage Probleme bekommen sollte, kann gern unser Gutachten vorlegen (und soll sich bei uns melden).

Hitze ist anstrengend, körperlich belastend, schlechter Hitzenachtschlaf macht reizbar. Lasst euch Zeit, wenn ihr könnt, seid gnädig zu euren Mitmenschen, zeigt Empathie, gerade gegenüber vulnerablen Gruppen.

Harald Neuber schreibt in „Berliner Zeitung“ und der „Ostdeutschen Allgemeinen“, dass diese ganzen KI-Modelle ja letztlich jüdische Maschinen sind, und fragt, ob es nicht besser sei, wenn die des Holocausts gedenken als Nachfahren der Täter. 🤯 (1/2)

Erlauben Sie mir an dieser Stelle eine Bemerkung, die manchen gegen den Strich gehen wird, die aber gesagt werden muss, weil sie einen der peinlichsten moralischen Knoten der aktuellen Debatte aufdröselt. Besonders empört reagierten Kommentatoren darauf, dass Voigt seine Rede zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz, KI-generiert halten ließ. Aiko Kempen sprach davon, hier werde „Gedenken entleert“, der Politikberater Johannes Hillje von „moralisch äußerst zweifelhaften künstlichen Gedenkworten“.

Ich verstehe das Unbehagen, ich teile es in Teilen – und ich erlaube mir trotzdem, es vom Kopf auf die Füße zu stellen. Hinter den führenden KI-Unternehmen dieser Welt, hinter OpenAI, hinter Anthropic, hinter vielen anderen, stehen in entscheidenden Funktionen jüdische Gründer, Investoren und Forscher. Nachkommen jener Menschen also, derer Voigt erinnern wollte.

Ist es wirklich so absurd, zu fragen, ob es nicht moralisch eher angemessener ist, Gedenkworte mit Hilfe von Modellen zu formulieren, die in Unternehmen entstanden sind, die von Nachkommen der Opfer maßgeblich geprägt wurden, als sie ausschließlich von Nachkommen der Täter formulieren zu lassen? Ich stelle die Frage rhetorisch, sie hat keine saubere Antwort, aber sie zeigt, wie schnell die moralische Selbstgewissheit der KI-Kritiker ins Wanken gerät, sobald man die Perspektive auch nur leicht verschiebt.

Ein Politiker sexualisiert Schulmädchen und die Republik greift die Frau an, die das öffentlich gemacht hat. Und ihr tut so, als würde euch Epstein schockieren. Das ist genau das Klima, das sowas überhaupt über Jahre hinweg ermöglicht hat.

Heute, am 19. Februar 2026, ist es genau sechs Jahre her, dass ein rechtsextremer Täter neun Menschen aus rassistischen Motiven erschossen hat. Die Tat war kein Einzelfall, sondern ist Teil einer langen Liste aus rassistischen Anschlägen in Deutschland.

Gesichter der neun Opfer des Anschlags von Hanau am 19. Februar 2020 mit ihren Namen.

Das war ein wirklich sehr ereignis- und lehrreicher Tag. Wir haben viel mitgenommen und bereiten das Ganze in meinem Kurs zur Ideengeschichte der Europäischen Einigung noch nach. Dann geht's für die Studierenden in die wohlverdiente Feiertagspause. Macht mehr Tagesexkursionen!

Lehrstuhl Neuere & Neueste Geschichte Bonn@nng-bonn.bsky.social · 8mo ago

Was heißt es eigentlich, aus der Geschichte zu "lernen"? Dieser Frage ist unser Mitarbeiter @jakrull.bsky.social mit seinen Studierenden gestern im Brüsseler @europarl.europa.eu und im House of European History nachgegangen. Ein Tag voller Eindrücke – irgendwo zwischen Geschichte und Gegenwart.

Schriftzug "Democracy in Action" auf dem Konrad-Adenauer-Skywalk des Europäischen Parlaments in Brüssel

Vor einem Jahr erschien "Wut und Wertung. Warum wir über Geschmack streiten". Seitdem habe ich mit dem Buch viele schöne Erfahrungen gemacht. Ich denke/hoffe, das Thema ist nach wie vor aktuell. Zum Anlass des Jubiläums verlose ich zwei signierte Exemplare. Zum Mitmachen den Post teilen.

Zwei druckfrische Ausgaben meines Buchs "Wut und Wertung. Warum wir über Geschmack streiten".

Neue @correctiv.org-Analyse: Die AfD betreibt eine Dauerbeschallung auf Social Media mit dem Begriff „Remigration“. Das Begriffsverständnis bleibt dabei bewusst doppeldeutig, ist aber regelmäßig rechtswidrig.

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