Mattias Muckenhuber

@mattiasmuck.bsky.social

Ökonom | Volkswirtschaftliches Referat ÖGB | alma latina

Mein aktueller Gastkommentar im Profil👇 Dass die größte Offensivmaßnahme ausgerechnet eine milliardenschwere Senkung der Lohnnebenkosten wurde, während zentrale Projekte der Industriestrategie, wie etwa die Fachkräfteoffensive, weiterhin auf ihre Finanzierung warten, ist schwer nachvollziehbar.

Bild

Fast nirgendwo in Europa ist Vermögen so ungleich verteilt wie in Österreich - gleichzeitig ist der Steuerbeitrag von Vermögen fast nirgendwo so niedrig wie bei uns. Ein wichtiger Schritt unser Steuersystem und die Budgetsanierung gerechter zu gestalten? Eine Steuer auf Millionenerbschaften!

orf.at Artikel, in dem über die Forderung nach einem fairen Beitrag der Reichsten in Form von Erbschaftssteuern für Millionenerb:innen berichtet wird.

Zusätzlich zu den Kürzungen beim Insolvenz-Entgelt-Fonds gab es zuletzt auch noch zahlreiche weitere Lohnnebenkosten-Senkungen. Im Jahr 2025 fehlten alleine durch die Senkungen seit 2015 fast drei Mrd. Euro. Wenn eine Finanzierung aus dem Budget nicht möglich ist, drohen Leistungskürzungen.

Auswirkungen der Senkungen von Beiträgen zum Sozialstaat der Arbeitgeber (sogenannten Lohnnebenkosten). 2025 fehlten durch die Senkungen der Arbeitgeberbeiträge seit 2015 schon fast drei Milliarden Euro.
Reinhold Binder@reinholdbinder.bsky.social · 3mo ago

Die WKÖ will Lohnnebenkostensenkungen, mögliche Auswirkungen für Arbeitnehmer:innen verschweigt sie. Die Beiträge zum Insolvenz-Entgelt-Fonds wurden 2022 halbiert, die Reserven des Fonds schrumpfen. Über den IEF erhalten Beschäftigte ausstehende Löhne und Gehälter, wenn ... (1/2)

Pünktlich zum Start der Budgetverhandlungen liefern die Banken unschlagbare Argumente für eine drastische Erhöhung der Bankenabgabe im Doppelbudget 2027/28: 2025 war mit 11,8 Mrd. Euro ihr viertes Jahr in Folge mit Rekordgewinn. Ohne neue Einigung sinkt die Abgabe in den nächsten Jahren sogar! 1/3

Die Grafik zeigt die Jahresgewinne nach Steuern österreichischer Banken seit 2015. Beginnend mit dem Jahr 2022 stiegen sie stark an und betrugen zuletzt im Jahr 2025 11,8 Milliarden Euro.

Im #Fiskalrat werden wir über die Ableitungen noch sprechen, aber meine persönlichen Schlüsse aus der Büroprognose: 1. gut, dass das Budgetziel 2026 neuerlich übertroffen werden könnte 2. selbst wenn man die aufgegleisten, aber noch nicht implementierten Maßnahmen, einrechnet, wird eine Lücke ...

Laut Fiskalrat müssen noch 4,4 Milliarden Euro im Budget eingespart werden

Erst damit könne man das Budgetdefizit 2027 wie geplant auf 3,5 Prozent des BIP drücken. Das ergab eine Schnellschätzung des Fiskalratsbüros.

derstandard.at

Teilzeitfakten statt Teilzeitmythen: Die steigende Teilzeitquote führt dazu, dass insgesamt und durchschnittlich mehr gearbeitet wird. Wie kann das sein? Viele Menschen sind in Teilzeit erwerbstätig, die es sonst gar nicht wären. www.awblog.at/Arbeit/Mehr-...

Mehr Teilzeit heißt nicht weniger Arbeit

Heute arbeiten deutlich mehr Menschen in Teilzeit als noch vor 20 Jahren. Der Anstieg der Teilzeitquote erklärt sich vor allem durch eine gestiegene Erwerbsbeteiligung: Menschen, die früher gar nicht ...

awblog.at

ÖGB-Ökonom @mattiasmuck.bsky.social​​ im Kurier​: Beschäftigte versteuern jeden Euro – während Millionenvermögen weiterhin geschont bleiben. Und nein, es geht nicht um das Einfamilienhaus der Eltern. Vermögens- und Erbschaftssteuern jetzt. Für echte Gerechtigkeit!

Bild

Heute präsentierte die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) ihren Geschäftsbericht 2025. Aufgrund der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank und der OeNB verbuchen Geschäftsbanken Zufallsgewinne in Milliardenhöhe. Währenddessen verzeichnet die Nationalbank das vierte Jahr in Folge ein Minus. 1/

Diese Grafik des Momentum Instituts zeigt, wie hoch die Gewinne der Banken sind, die sie auf Kosten der Steuerzahler:innen machen (8,2 Milliarden Euro in den ersten 3 Quartalen 2025). Dem gegenüber steht das operative Ergebnis der Oesterreichischen Nationalbank, das seit 2022 durchgehend negativ ausfällt (-1,4 Milliarden Euro in 2025).

Das ist so großartig 🤩 Nun sind alle Ausgaben von „Wirtschaft und Gesellschaft“ seit der Gründung 1975 online verfügbar: journals.akwien.at Ein spannendes Archiv über 50 Jahre Wirtschaftspolitik und -wissenschaft. Schon in der 1. Nummer gings um Themen wie Wachstum oder Unweltpolitik.

Wirtschaft und Gesellschaft

Wirtschaft und Gesellschaft ist die wissenschaftliche Zeitschift der Wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung der Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien.

journals.akwien.at

Ich weiß schon, der Ex-OMV Chef muss die OMV verteidigen. Aber wenn Sprit um 50 Cent teurer wird, gehen 42 Cent an die Mineralölkonzerne plus Tankstellen, 8 Cent an den Staat. Haupt-Kriegsgewinner ist die OMV plus die Erdöllieferanten, nicht der Staat. orf.at/stories/3423...

OMV-Chef zu Spritpreisen: „Das Körberlgeld holt sich der Staat“

Der OMV-Chef Alfred Stern kritisiert die heimische Politik deutlich. Er hält wenig von der geplanten Beschränkung für Spritpreiserhöhungen auf drei Tage und warnt vor Verzerrungseffekten. Vor allem ab...

orf.at

46 Millionen unbezahlte Stunden: So viele Überstunden leisteten Österreichs Beschäftigte 2025, ohne dafür einen Ausgleich in Zeit oder Geld zu erhalten. Das finanzielle Volumen dieses Lohnraubs beläuft sich auf 2,5 Mrd. Euro – dem Finanzminister entgehen dabei fast 900 Mio. Euro an Lohnsteuer. 1/4

Screenshot von einer Artikelüberschrift von DerStandard zun den ÖGB-Berechnungen zum Lohnraub-Volumen 2025 (2,5 Mrd. Euro).

Du möchtest Teil unseres Teams werden? Perfekt, denn wir suchen Zuwachs! Ab März besetzen wir wieder eine Economist-Stelle (m/w/d). Wir freuen uns über deine Bewerbung bis 05.02.2026. Du suchst aktuell nicht, kennst aber jemanden – Teilen gerne erwünscht: www.momentum-institut.at/job/wir-such...

Wir suchen eine:n Economist - Momentum Institut

Wir suchen eine:n Economist Das Momentum Institut sucht eine:n Ökonom:in in den Themenbereichen Wirtschafts- und Sozialpolitik. Was du tust? Du recherchierst selbständig und verfasst Studien, Policy B...

momentum-institut.at

2024 gab es ein Rekord-Tief bei den Einnahmen aus vermögensbezogenen Steuern. Da es in Österreich weder Vermögens- noch Erbschaftssteuern gibt, ist der Beitrag ohnehin niedrig. Zuletzt sank er aber erstmals auf unter ein Prozent der Steuereinnahmen. Wir sind ein Steuerparadies für die Reichen. 1/7

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Einnahmen aus vermögensbezogenen Steuern in Prozent der gesamten Einnahmen aus Steuern und Abgaben für Österreich zwischen 1990 und 2024. Die Einnahmen sanken beständig und betrugen zuletzt nur noch rund ein Prozent.

Eine Betrachtung seit dem Erreichen der österreichischen Talsohle (Oktober 2024) zeigt sogar, dass wir zuletzt die beste Entwicklung der Industrieproduktion aller Euroländer aufwiesen. (Ja, solche Vergleiche ausgehend von einem Basiszeitpunkt sind äußerst volatil - aber trotzdem spannend.) 2/2

Entwicklung der Industrieproduktion in den Euroländern seit Oktober 2024. (Österreich: +7 Prozent)

Die schwierige Situation in der Industrie betrifft nicht nur Österreich, sondern auch die meisten anderen Euroländer. Der Hauptgrund: Nachfragemangel – und nicht etwa die Lohnsteigerungen. Umso besser, dass es nach dem Tiefpunkt letzten Herbst in Österreich nun wieder bergauf zu gehen scheint. 1/2

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Industrieproduktion in den Euroländern seit Februar 2020. Österreich weist im Juni 2025 einen Zuwachs von 6,1 Prozent zum Vorkrisenniveau auf.

Falsch. Weder sinkt die Produktivität noch sind Teilzeitkräfte daran schuld. Die Agenda berechnet die Wertschöpfung pro Arbeitnehmer:in - das ist aber irreführend. Viel relevanter ist die Wertschöpfung pro geleisteter Arbeitsstunde: Die steigt sowohl langfristig als auch im Vorkrisenvergleich. 1/5

Screenshot eines Artikels der Tageszeitung Heute, in dem die Agenda Austria Teilzeitkräfte kritisiert, da sie Schuld an einem angeblichen Rückgang der Produktivität hätten.

Unsere neueste Analyse zur Teilzeitdebatte zeigt: 175.000 Beschäftigte würden gerne mehr arbeiten. Im Schnitt würden die Wunsch-Aufstocker:innen pro Woche gerne über 11 Stunden mehr arbeiten, ein Netto-Zuwachs von rund 700 Euro/Monat. Auch ihr Pensionseinkommen würde steigen. #EqualPensionDay 1/8

Wie sehr kann eine Reform ungerecht sein? Die Agenda Austria sagt „Ja!" Ich habe deren wichtigste Forderungen von heute durch ein Simulationsprogramm gejagt. Die Armen stehen schlechter da. Die Topverdiener dafür besser. Ein Thread 1/13

Bild