Roland Giersig

@roland.giersig.net

Nicht neu, aber mit Fewa Wolle gewaschen! Professionelle i-Tüpfelreiterei. Sicherheitsexpertisen. Physik. Jus-Studium. Home-Office. Kann gut eine neurotypische Person spielen. er/seine/ihm/ihn #WienLiebe @roland@giersig.net @roland.giersig.net.ap.brid.gy

Es ist schon wieder zum Facepalmen 🤦 wenn man liest, dass die Bundesregierung passive Maßnahmen fördern will. Kapiert es bitte endlich: GEGEN SO EINE HITZEWELLE HELFEN NUR KLIMAANLAGEN!! Bei 40° tagsüber und 30° nachts hilft Lüften nix! Da muss man aktiv kühlen!! Physik!!

Der Enkelsohn sitzt noch gerne im Buggy, weil er unterwegs sein Mittagsschläfchen hält. Sitzhöhe 30 cm über dem Boden. Und da ist es noch viel heisser als in 2m, wo die amtliche Temperatur gemessen wird. Das sollte man nicht ausser 8 lassen - kleine Menschen, Rollis etc. haben es noch schwerer.

„ ... wer is denn fürs Wasser eigentlich zuständig?“ fragte der Kanzler, der als routinierter Taktiker den Zeitpunkt gekommen sah, Verantwortungen zu delegieren beziehungsweise einen Sündenbock zu finden. [Aus gegebenem Anlass, nocheinmal ein Ausschnitt aus "Die Große Hitze" von Jörg Mauthe]

Die anhaltende Wasserknappheit mit allen ihren Folgen - mangelnde
Sauberkeit, austrocknende Landschaften, sinkende Industrieproduktion undsoweiter - versetzte, wie die Minister sehr wohl wußten, das Volk allmählich wirklich in Erregung; daß diese Erregung nicht bereits in Demonstrationen oder gar Tätlichkeiten umschlug, war eigentlich wiederum nur der Hitze zu verdanken, die auch ihre Ursache war.
„ ... wer is denn fürs Wasser eigentlich zuständig?“ fragte der Kanzler, der als routinierter Taktiker den Zeitpunkt gekommen sah, Verantwortungen zu delegieren beziehungsweise einen Sündenbock zu finden.
Es entstand Unsicherheit. Einige Augenpaare wanderten zum Bauten-, andere zum Handelsminister, und auch die Gesundheitsministerin, der die Umweltschutzagenden zustanden, wurde von diesen und jenen nachdenklich gemustert. Doch vermochten diese drei Ressortleiter, indem sie gemeinsam ihre Blicke fest auf das langsam fahl werdende
Antlitz des Landwirtschaftsministers richteten, die allgemeine Aufmerksamkeit auf diesen unglücklichen Mann umzulenken. Der Verteidigungsminister, froh, einmal nicht als das schwarze Schaf des Kabinetts dazustehen, sagte schließlich laut in die verhängnisvolle Stille hinein: Schlußendlich ist ja wohl der Kollege von der Landwirtschaft zuständig. Wasser, net wahr - es fließt ja doch durch die Landschaft, im allgemeinen.“
Der Landwirtschaftsminister, nicht eben ein überaus schneller Denker (langsam senkt sich der Keim in die Erde, in Ruhe reift die Frucht, ehe Ernte gehalten wird!), suchte krampfhaft nach einer passenden Antwort, doch schnitt ihm der Kanzler das Wort sozusagen schon im Munde ab:
„Natürlich. Also, Herr Kollege, sei so gut und tu was, ja?“
„Aber was?“ fragte hilflos der Minister. „Bitte, was?“
„Zum Kuckuck“, sagte der Kanzler, „bin ich Landwirtschaftsminister? Oder bist du es?“ „Aber ich ... ich kann's doch net regnen lassen, Himmelherrgott noch amal!“
Die Wissenschaftsministerin gackerte höhnisch, und der
Verteidigungsminister sah aus…

Hat der ORF Steiermark auf Insta gepostet. Bericht über den heißesten Tag im Jahr 1989. Es hatte *trommelwirbel* 31 Grad. Heute fast schon ein kühler Sommertag, wo die Leute überlegen, ob man überhaupt baden gehen kann. Zeigt wie verschoben die Wahrnehmung schon ist.

Worüber zu wenig gesprochen wird: 72 Menschen sind hier auf tragische Weise verstorben. Wenn Menschen an den Grenzen Europas sterben, sollten wir trauern. Doch stattdessen wird diese humanitäre Katastrophe nun im Nachgang politisch instrumentalisiert: 2/

Anpassung bedeutet Änderungen im WEG und MRG, dass Split-Klimaanlagen mit Aussenteil an der Fassade prinzipiell erlaubt sind und nur bei Gefährdung der Sicherheit ein Einspruchsrecht von Dritten besteht. Weiters wird der Einbau zu 50% öffentlich gefördert. Menschenleben > Denkmalschutz

Unser Bundeskanzler will am heutigen Höhepunkt der Hitzewelle und während sich Wassermangel, Futternotstand und Trockenheit immer weiter zu spitzen die „Entwicklung weiter genau beobachten“. So sieht politische Verantwortung in Zeiten der Klimakrise in Österreich aus.

Screenshot Standard-Ticker wo steht: Stocker will "Entwicklung weiter genau beobachten", Arbeitsgruppe kommt am Donnerstag zusammen
In einer Aussendung meldete sich am Dienstag Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) zu Wort: Die Hitzewelle sei bei seinen Gesprächen in den Bundesländern Thema. Sie stelle eine große Belastung dar und würde sich auf zahlreiche Bereiche des täglichen Lebens auswirken. „Daher ist es notwendig, die Entwicklung weiter genau zu beobachten“, hieß es weiter. Der Fokus würde auf der Wasser- und Energieversorgung, dem Gesundheitssystem und der Landwirtschaft liegen.

Im Jänner und April sei vom Krisensicherheitsbüro ein „umfassendes Lagebild zum Thema Hitze“ erstellt sowie auch eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet worden. Diese werde diesen Donnerstag zusammenkommen.

Austria has set a new all time temperature record of 41.0°C today. 9 separate weather stations recorded >40°C as heatwaves & record temperatures continue to impact the Northern Hemisphere.

Bild

August 2026: Ankündigung, dass Hitzeschutz in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ANALYSIERT wird. Der Kanzler beobachtet weiter und namhafte Politiker*innen posten feel good content und genießen den "Sommer". Aber keine Sorge - sie gehen weiterhin hart gegen Migration vor. Die Richtung stimmt.

Ich stelle mir den von @nusserchristian.bsky.social gewünschten Hitzegipfel ungefähr so vor wie die Ministerratssitzungen zu Zeiten der Großen Hitze von Jörg Mauthe, aber ich frage mich, wer dann ein so schönes Protokoll verfasst wie der Legationsrat Dr Tuzzi

Auszug aus dem Buch "Die Große Hitze" von Jörg Mauthe:
Tuzzi spannte einen Bogen ein und schrieb in großen Lettern
„PROTOKOLL DER MINISTERRATSSITZUNG“
als Titel an den oberen Rand, setzte das Datum des Tages hinzu und machte sich an die Entzifferung der Kürzel des (ihm übrigens unbekannten) Bundeskanzleramtsstenographen.„Begrüße Sie, Damen und Herren“, sagte der Kanzler munter. Er führte wie üblich den Vorsitz und war das einzige Regierungsmitglied, dem die Hitze offenbar bisher nichts anhaben konnte; gegen seine schon leicht verwelkten Minister wirkte er wie eine frische, wenn auch bereits bis zum Platzen angeschwollene Rosenknospe. „Ist wieder eine Mordshitz’ heut’. Alsdern, Herrschaften – was gibt’s schlechts Neues?“(Der Legationsrat übersetzte routiniert: „Der Herr Bundeskanzler begrüßte die vollzählig erschienenen Mitglieder des Kabinetts und gab sodann einen kurzen Überblick über die Lage aus seiner Sicht. Hierauf ersuchte er die Ressortchefs, sich zu anstehenden Problemen zu äußern.“)
Georg Renner@georgrenner.istdaswichtig.at · yesterday

"Jedes Bonsai-Thema war zuletzt für einen Krisengipfel groß genug. Jetzt dampft das Land vor sich hin, aber nichts passiert." www.krone.at/4242781

Von Union und Springer bis zur Eskalation aufgeputscht, haben die Bauern revolutionstrunken und galgenbewehrt gegen Physik, Grüne Ideen, Abschaffung der Agrardieselsubventionen und den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz gekämpft. Also die Bauern, die gerade auf toten Äckern stehen. Chapeau.

Illustration von 2025: ein Dieselkanister, mit dem junge Pflänzchen gegossen werden. Textzeile: Ohne die Agrardieselsubventionen hätten die Bauern in Dürtresommern gar nichts mehr zum Gießen. 

Die Zeichnung ist von 2025