Jan Rick

@janrick.bsky.social

Bin vorwiegend zum Lesen hier.

Die Behauptung, der deutsche Sozialstaat ziehe Migrant*innen an, ist nicht nur Humbug, sondern auch eine perverse Geringschätzung der hiesigen Verhältnisse. Menschen möchten nach Deutschland, weil hier Frieden und Freiheit herrschen, weil es Arbeit gibt und gute Schulen. Nicht für Almosen.

Sehr gut auch, dass man jetzt quasi jahrzehntelang von Befristung zu Befristung tingeln kann, während alle gleichzeitig herumheulen, dass in Deutschland zu wenige Kinder geboren werden. Ist auch eine richtig gute Idee, Kinder zu kriegen, wenn man nicht weiß, ob man den Job in 2-4 Jahren noch hat. 👍🏼

Wenn der hohe Krankenstand ein »Wettbewerbsnachteil« ist, dann wäre der erste logische Schritt, Menschen gesundheitlich zu stärken: Über bessere Arbeitsbedingungen, Entlastungen bei Care, genug ZEIT für Erholung, Bewegung, soziale Kontakte, genug Geld für gesundes Essen, saubere Luft, Hitzeschutz.

Das wird sicher einen riesigen Produktivitäts-Boost geben, wenn wir uns zum Grippe-Saisonbeginn ins Wartezimmer quetschen, um die Krankschreibung ab dem ersten Fehltag abzuholen. Oder wenn sich der Kollege krank zur Arbeit schleppt, um dem zu entgehen.🙄

⚠️ Neuer Armutsbericht: 13,3 Millionen Menschen in Deutschland leben in Armut, die Armutsquote steigt auf 16,1 Prozent. Die soziale Spaltung in Deutschland verschärft sich. Gleichzeitig wächst die Kluft zwischen Regionen und Bevölkerungsgruppen.

Cheflobbyist Tabakkonzern: "Im Ruhrgebiet träten frühere Genossen eins zu eins in die AfD ein – »und das sicher nicht, weil die alle Nazis geworden sind, sondern weil sie bei uns etwas vermissen«." Ratschläge von Ex SPDfunktionsträgern, die Ihr Amt vergolden, werden dermaßen vermisst im Pott!

Robert Fietzke@robertfietzke.bsky.social · 2mo ago

Torsten Albig, ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, bewirbt sich für den Franz-von-Papen-Gedächtnispreis - als erster prominenter SPDler. Diese politische Naivität ist wirklich unfassbar.

Es gibt eine erstaunlich große Schnittmenge zwischen denen, die weniger Geld für Sprach- und Integrationskurse ausgeben wollen & jenen, die sich anschließend über angeblich mangelhafte Integration von Zugezogenen beschweren.

Migrationspolitik geht nur, indem die Menschenrechte von Flüchtlingen eingeschränkt werden? Dieser These halten wir entgegen. Als Autor*innenteam von acht Flucht- und Migrationsforscher*innen haben wir gemeinsam ein Buch geschrieben, dass den Zusammenhang von Demokratie und Flüchtlingsschutz betont.

Buchtitel Europa neu schaffen

Am 8.4. fand in Salzwedel (Sa-Anh) ein Bürgerdialog der AfD-Fraktion inklusive Auftritt des Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund statt. Dort skizziert dieser schonmal, wie man nach dem Wahlsieg mit Behördenmitarbeitern umgehen wird, die nicht tun, was die AfD will. (Via @davidbegrich.bsky.social) 1/8