Miriam Breß

@milimutz.bsky.social

Historikerin. Promotion zur Praxis der NS-"Schutzhaft" in der Pfalz. Näheres: https://www.haus-des-erinnerns-mainz.de/index.php/projekte-ausstellungen/projekte/das-hde-im-gespraech-mit/miriam-bress/

Was wir bei all den Umstrukturierungen hier und auch bei Demokratieleben zu wenig diskutieren, ist Umstand, dass damit auch berufliche Perspektiven für Menschen verloren gehen, die sich für Demokratie, Menschenrechte und Toleranz einsetzen. Das hat Konsequenzen in der Fläche aber auch individuell.

Man muss es einfach bei jeder Gelegenheit wiederholen: Ohne die jahrzehntelange, ehrenamtliche Arbeit antifaschistischer Recherche-Gruppen wüssten wir alle fast nichts über die extreme Rechte. Ihre Pläne, ihren Terror, ihre Strukturen. #keineAngst

Es sind keine Einzelfälle, es sind nicht nur diese ~bösen Milliardäre wie Epstein~, es sind Väter, Söhne, Brüder, Partner, Kumpel, Kollegen. Es ist ein Umfeld, dass sie entschuldigt und schützt. Es sind Männer, die mitmachen. Diese Gewalt hat System. Und dieses System muss abgefackelt werden.

Das Aktionsbündnis Psychotherapie hat eine schnelle Umfrage durchgeführt, an der 6.000 Psychotherapeut:innen teilgenommen haben. Sollten die Kürzungen eintreten, - erwägen 36% konkret die Schließung ihrer Praxis - sind 43% unentschlossen - sind nur 12% des Nachwuchses sicher, eine Praxis zu gründen

Ich bin wütend, ich bin traurig, ICH BIN SO WÜTEND. Union und SPD planen eine Reform der psychotherapeutischen Versorgung, die für viele Psychotherapeut:innen existenzbedrohend ist und die Versorgung von Millionen Menschen gefährdet. (1/13)

Im April 1933 berichtete die C.V.-Zeitung (= Centralverein Dt. Staatsbürger Jüd. Glaubens), dass Juden + Jüdinnen nicht mehr die Badeanstalten in #Speyer besuchen dürfen. Der Abiturient Reinhold Herz, der den Bericht über das antisemitische Badeverbot verfasst hatte, wurde in "Schutzhaft" genommen.

C.V.-Zeitung 27.4.1933 
Text: 2mal Speyer 
1084 Bischof Rüdiger von Speyer: "Als ich Speyer zur Stadt erhob, da meinte ich seine Ehre tausendfach zu vermehren, wenn ich auch die Juden mit hinzunahm." 
1933: Der kommissarische Zweite Bürgermeister von Speyer ordnet nach einer Meldung der "Pfälzischen Rundschau" an, daß im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung im Sommer in den städtischen Badeanstalten besondere Badezeiten für Juden eingerichtet werden.

In der Wanderausstellung wird auch die Bücherverbrennung in #Albersweiler (#Pfalz) thematisiert, die laut NSZ (Organ der NSDAP) durch Zwischenrufe gestört wurde. Leider ist bisher kaum Näheres dazu bekannt. zwischen-flammen-und-freiheit.de/wiki/Zwische...

Zwischenrufe in Albersweiler - zfuf

zwischen-flammen-und-freiheit.de

Matthias Meisner@meisnerwerk.bsky.social · last mo.

Am 27. und 28. Juni zeigt @verbrannteorte.bsky.social erstmals die neue Wanderausstellung „Zwischen Flammen und Freiheit – wenn Worte verboten sind“ am historischen Ort der Berliner Bücherverbrennung, auf dem Bebelplatz. Infos hier: zwischen-flammen-und-freiheit.de/wiki/Zwische...

„Die TU erweckt den Eindruck, als verstoße ein Teil des Kongresses gegen ein angebliches Neutralitätsgebot. […] Es gibt keine Neutralitätspflicht. Es gilt im Gegenteil die Pflicht, vor den Gefahren für die Demokratie zu warnen, gerade an Schulen und Hochschulen.“ This. #LauteWissenschaft

taz@taz.de · 2mo ago

Ein linker studentischer Kongress hat sich erfolgreich dagegen gewehrt, von der AfD verhindert zu werden. Die Technische Universität macht dabei aber keine gute Figur.

"Schmierereien mit Mordaufrufen, Störungen in Seminaren und wachsender Druck: Die Marburger Historikerin Christina Brüning spricht erstmals öffentlich über Bedrohungen gegen sie, warum sie sich an ihrer eigenen Universität nicht mehr sicher fühlt – und vor allem Gefahr von rechts wahrnimmt"

Professorin berichtet über Morddrohungen an Uni: "Marburg ist für mich zum Angstort geworden"

Schmierereien mit Mordaufrufen, Störungen in Seminaren und wachsender Druck: Die Marburger Historikerin Christina Brüning spricht erstmals öffentlich über Bedrohungen gegen sie, warum sie sich an ihre...

hessenschau.de

Alarmierend: Mehr als 5 antiziganistische Vorfälle pro Tag wurden im Jahr 2025 dokumentiert. Ob bei Behörden, in Schulen oder auch besonders häufig: Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt. Besonders erschreckend ist, dass bei jedem dritten Vorfall Kinder und Jugendliche betroffen sind.

Antiziganismus in Deutschland: Mehr Gewaltvorfälle gegen Sinti und Roma – oft trifft es Kinder

Die Zahl antiziganistischer Vorfälle in Deutschland ist binnen eines Jahres um 24 Prozent gestiegen. Besonders oft melden Betroffene Diskriminierung durch Behörden.

rp-online.de

Aufgrund ihres Antisemitismus zwangen Nationalsozialisten im März 1933 Gustav Weil (SPD), Häftling im Konzentrationslager #Neustadt, öffentl. die Straße zu kehren. Eine von d. antisemitischen Aktion angefertigte Fotografie wurde öffentl. ausgehängt. Die NSZ, NSDAP-Organ, berichtete + verhöhnte Weil.

„Man wurde von einer spannenden zu einer mutigen zu einer riskanten zu einer absurden Wahl.“ Ein sehr guter und sehr berührender Text von Björn Moll über die vergebliche Jobsuche nach dem unfreiwilligen Ende der Unikarriere. #IchbinHanna www.zeit.de/2026/22/arbe...

Hochschule: Jetzt bin ich Tellerwäscher, mit Doktortitel

Meine Karriere als Geisteswissenschaftler an einer großen Universität endet abrupt. Ich werfe mich in den Jobmarkt, ringe mit Scham und merke: Keiner braucht mich.

zeit.de

Unter den ersten Gefangenen, die 1933 ins frühe Konzentrationslager Neustadt verschleppt wurden, befand sich auch ein Beamter. Als Hakenkreuzfahnen auf d. öffentl. Gebäuden der Stadt gehisst wurden, hatte er sich negativ über d. NSDAP geäußert. Der Gauleiter selbst wies deswegen seine Verhaftung an.

Verbrannt wurden die Bücher des Bellheimer Arbeitergesangsvereins „Vorwärts“. Ende März 1933 war der Verein verboten und sein Besitz beschlagnahmt worden. Der Vereinsvorsitzende, der Sozialdemokrat Karl Kern III, befand sich zwischen dem 10.3. und dem 8.4.1933 in "Schutzhaft". 1/3

Verbrannte Orte@verbrannteorte.bsky.social · 3mo ago

Am 15. Mai 1933 - Bellheim - Die Gefolgschaft 18/4 der Hitlerjugend verbrannte auf dem Sportplatz über 100 marxistische Bücher und Zeitschriften. Wegen strömendem Regen wurde die Veranstaltung vorzeitig abgebrochen. #otd #onthisday #erinnerung #Buecherverbrennung verbrannte-orte.de/