Jacob Birken

@jbirken.bsky.social

Futures historian & media archaeologist @ Uni Köln ~ @akgwds.bsky.social‬ ~ er || they ~ writes in EN & DE ~ http://www.jacob-birken.de ~ GLHF (◔◡◔✿)

The clanker discourse isn’t really about slurs or roko’s basilisk. It’s a shibboleth masking a cultural anxiety that the technofascists building the mass surveillance to targeted deprivation pipeline will slate you for the permanent underclass if you speak ill of them or their eliminationist project

Das Problem an der AfD ist nicht, dass sie auf irgendeiner imaginären Skala «zu weit» nach rechts gerutscht ist, sodass sie, bei Annäherung an eine ebenso imaginäre «Mitte», wieder in den Kreis der demokratischen Parteien aufgenommen werden könnte. Das Problem ist ihre Menschenverachtung 2/

On the hunt for an academic or food historian on here who is up for coming on the Untitled History Podcast to do "How Curry Conquered the World" with me. i.e. a brief global exploration of curry, viewed through segments on its roots, impact on Britain and then spread to Japan.

Warum habe ich das Gefühl, dass in dieser Aufwertung von 'Interaktivität' und 'Gameplay' bissl abgestandenes Ludologie vs Narratologie steckt? Es passt dazu auch, dass bspw kein Spiel wie the walking dead vorkommt, die ja schon lange auch als 'Interaktive filme' = schlechtes Spiel besprochen werdn

Phillip Brandes@litgamestudies.bsky.social · 2w ago

Der Schwenk dann: wieso Games einen Kanon sehr wohl verdient hätten. Weil sie 'Hochkultur' oder besser noch 'Kunst' sind (was womit gemeint ist, wird nicht ausdifferenziert). Schön zirkulär: weil es Hochkultur ist, braucht es Kanon – wir schreiben 'Kanon', damit es als Hochkultur gesehen wird.

Er ignoriert, dass Games ihre eigene Sprache sprechen, mit eigener Grammatik und eigenem Vokabular. Sie erzählen nicht nur über Worte, sondern über die Hand an Controllern und Tastaturen – »Game Feel« nennen Spieler dieses Phänomen – oder machen Spieler durch ihre Interaktivität selbst zu Regisseuren oder Drehbuchautoren ihrer eigenen Geschichte.

Ein KI-Fan-Video voller faschistoider Ästhetik und Apokalpyseanleihen zeigt Elon als "Posterhelden" wie er sonst "in den schlechtgelüfteten Zimmern vierzehnjähriger Rollenspieler" zu finden ist. "Man könnte lachen", findet Eva-Sophie Lohmeier, "wäre es nicht der reichste Mann der Welt."

Faschistoider Fiebertraum - Die Selbstapotheose des Elon M.

von Eva-Sophie Lohmeier Elon Musk hat gerade einen Lauf. Daran, dass er vollmundig etwas anküdigt, was dann doch nie umgesetzt wird, – in…

54books.de

Karten aufn Tisch Nerds, was wären Eure "Dezentralen Titel"? Ich meine jetzt nicht so im Sinne vom frecherweise übersehenen Lieblingsgame, sondern eher Titel über die man mal ernsthaft diskutieren sollte, wenn's um Gaming geht

Jacob Birken@jbirken.bsky.social · last yr.

... warte noch sehnsüchtig auf mein Belegexemplar & ebenso darauf, dass @danielmartinfeige.bsky.social und @gamestudies.bsky.social einen IMO unausweichlichen Nachfolge-Band zu 50 DEZENTRALEN TITELN ankündigen, ich hätte oh so viele Vorschläge 😇

An dieser Aufwertungsrhetorik finde ich dann noch witzig, dass die resultierende Liste von Games als 'ernstgenommener' Kunstform in etwa die Entsprechung zu einem Filmkanon aus 48 Disney-Blockbustern, einem Wes-Anderson-Film und irgendwas 'richtig schrägem' mit Nicolas Cage ist

Phillip Brandes@litgamestudies.bsky.social · 2w ago

Der Schwenk dann: wieso Games einen Kanon sehr wohl verdient hätten. Weil sie 'Hochkultur' oder besser noch 'Kunst' sind (was womit gemeint ist, wird nicht ausdifferenziert). Schön zirkulär: weil es Hochkultur ist, braucht es Kanon – wir schreiben 'Kanon', damit es als Hochkultur gesehen wird.

Er ignoriert, dass Games ihre eigene Sprache sprechen, mit eigener Grammatik und eigenem Vokabular. Sie erzählen nicht nur über Worte, sondern über die Hand an Controllern und Tastaturen – »Game Feel« nennen Spieler dieses Phänomen – oder machen Spieler durch ihre Interaktivität selbst zu Regisseuren oder Drehbuchautoren ihrer eigenen Geschichte.

oki doki – wir gehen rein. der spiegel verkündet großen games-kanon und wir fragen mal ›Wie hältst du’s mit der Kanonizität?‹ disclaimer 1: das wird ein thread auf social media, ich werde verkürzen und überspitzen und granteln 2: jaja not all spielejournos undso

Phillip Brandes@litgamestudies.bsky.social · 2w ago

wenn ihr mögt, mach ich morgen nörgel-thread zu diesem spiegel-spiele-‚kanon‘ (aus gamestudies-perspektive, kein ‚omg, wieso fehlt diese perle von 1987‘, obwohl die natürlich tatsächlich fehlt)

Man goes to see the Cyclops. Says he's depressed. He wants to get back to his wife and home, but he keeps running into fatal predicaments along the way. Cyclops says, "Prognosis is simple. Nobody can help you." Man starts crying. Says, "But Cyclops, I *am* Nobody"

Würde argumentieren dass Ross den gleichen Anspruch bedient wie heute oft Bildproduktion durch generative KI, nur eben mit einem zusätzlichen Ethos des handwerklichen Selbermachens - ich mein was @nilspooker.bsky.social hier 2013 (!) formuliert ist ebenso die Funktionsweise von gen AI.

"Bob Ross’ Erfolge setzen aber ein Bildersehen voraus, das sich in der Zeit, als er mit seiner Malerei an die Öffentlichkeit trat, als Kunstauffassung in allen Gesellschaftsschichten längst durchgesetzt hatte. Was er daraus machte, war eine Malerei der kleinsten gemeinsamen Nenner von gespeicherten Bildwahrnehmungen – bezogen auf seine Motivwahl also das, was uns zum Thema Winterlandschaft, Sonnenuntergang, Berge, Wald, Blumen und Natur allgemein in den Sinn kommt, beziehungsweise deren typische Attribute."
Nils Pooker@nilspooker.bsky.social · 3w ago

ach so, Bob Ross, den hatte ich 2013 mal verwurstet. Sehe ich nach 13 Jahren viel differenzierter, weil ich damals selbst zu sehr mit einem eher traditionellen Kunstbegriff argumentierte, stehe aber noch zur grundsätzlichen Kritik: pookerart.de/kunstblog/20...