Oliver Weber
@oliverbweber.bsky.social
F.A.Z. | Feuilleton | Politische Theorie und Ideengeschichte
»Bürgerlichkeit als Lebensstil erfüllt heute, wenn man das Gesamtbild im Auge behält, dieselben pittoresk-mondänen Aufgaben, die einst manch Überlebender der Adelsgeschlechter erledigte.« (Kondylis: Die Antiquiertheit der politischen Begriffe)
Ein paar Worte zum Autonomiebegriff von Brosius-Gersdorf: www.faz.net/aktuell/feui...
Frauke Brosius-Gersdorf: Die übergangene Würde der Leihmutter
Die Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf wirbt für die weitgehende Legalisierung von Leihmutterschaft. Das radikale Menschenbild, das sie hierfür dem Grundgesetz unterschiebt, reduziert Wür...
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Prognosefähigkeit: der beste Test politischer Urteilskraft.
Noch vor zwei Stunden kommentierten hier Leute maximal apodiktisch, dass Spahn in alle Ewigkeit unantastbar sei und ihm nie irgendetwas passieren werde. Ob irgendjemand was lernen wird aus der ganzen Chose?
Die Hölle gefriert. Ich werde in meinem Leben noch einmal die EMMA zitieren, WEIL sie hier zu 100% richtig liegt. Gesetze, Rechtsstaat und dieser ganze Gedöns gelten halt nicht mehr für diejenigen, die über dem Gesetz stehen und den Rest beherrschen. (Muss hier dennoch *anscheinend heißen..)
Heute in den Geisteswissenschaften: Friedrich Wilhelm Graf würdigt den verstorbenen Hans Maier.
»Der Leser soll wissen, daß in Ja und Nein alle Dinge bestehen … Das eine als das Ja ist eitel Kraft und Liebe und ist die Wahrheit Gottes und Gott selber. Dieser wäre in sich selbst unerkenntlich … ohne das Nein. Das Nein ist ein Gegenwurf des Ja oder der Wahrheit, auf daß die Wahrheit …
Verstehe, dass Reemtsma sich über die Kritik an seinen Text ärgert, zumal sie ihn teilw. performativ bestätigt. Aber aus meiner Sicht verschenkt er hier die Möglichkeit, selbst ein alternatives Konzept für die Gegenwart zu machen. So drehen wir uns weiter im Fegefeuer akademischer Eitelkeiten. 1/2
Was soll der Lärm? Reemtsma zum Faschismusbegriff
Nicht die Analyse der neuen Autoritarismen steht zur Debatte, sondern die ritualisierte Frage, ob wir einen neuen Faschismus erleben. Eine Replik auf die Missverständnisse einer Kritik.
faz.net
bitte keine romane über berlin oder berlin aussteiger*innen mehr
Schon interessant zu sehen, wie der ehedem streng verbotene Kulturpessimismus inzwischen normal geworden ist.
Rudolf Augstein plante 1962 mit dem "sündhafte[n] Geld", das mit dem SPIEGEL verdient werde — "damit wollte er einmal etwas Vernünftiges machen" —, eine "Literatur-Zeitung": 50.000 Stück, 14tägig, dann wöchentlich, im Umfang von 20-32 Seiten, zu "aktuelle Gegenstände[n]" und "Strukturkritik".
Ein anderer tauglicher Indikator ist die Frequenz von Großthesenbüchern.
Man kann die Seriosität von Leuten ganz ordentlich daran erkennen, wie regelmäßig sie „wenn das alles andersrum wäre“ nicht nur denken, sondern sagen.
Ein einfaches, aber oft übersehenes Grundproblem von LLMs: Der epistemische Status der präsentierten Behauptungen ist völlig unklar. Bei einer Googlesuche habe ich schnell ein Abbild davon, wie sehr ich mich auf die Informationen verlassen kann, je nach dem, welcher Quelle und welcher Suchbreite…
The Internet breaking down into a series of walled gardens designed to protect themselves from hostile attacks from other, similar walled gardens while AI tries to tear the whole thing down, you say?
I'm been wondering if it would come to this and apparently it has. huge move from cloudflare, which hosts a fifth of all websites on earth.
Eine Prognose: Wenn die Bundesregierung die Mehrwertsteuer erhöht, ist sie am Ende. Dann ist ihr politisches Kapital aufgezehrt.
In Österreich zahlt der Staat dafür, dass Redaktionen ihre Berichterstattung kaputtmachen. (Via @falter.at)
Junge Menschen kaufen weniger Bücher. Aber warum greifen sie nicht zum Buch? Wir haben an den Unis Basel & Zürich gerade eine Lese-Umfrage im DACH-Raum erhoben. Die Top 3 Lese-Killer unter jungen Menschen: 1) wenig Zeit, 2) digitale Medien und 3) keine Lust. @onachtwey.bsky.social
„Alternativzentrale für politische Bildung“ - made my day!
Wenn es eine Definition von Männlichkeit wäre, müsste allerdings irgendwas davon für Frauen NICHT gelten - so funktionieren Definitionen…
Nicht uninteressant, welche Diskussionen innerhalb der Grünen geführt werden. Eine positive Antwort wird freilich auch dort nicht gegeben. (www.spiegel.de/politik/deut...)
Genau das war der ursprüngliche Vorwurf von Reemtsma.
Autorinnen wählen meist nicht die Titel ihrer Texte aus, aber: Doch, es KANN alles Faschisierung sein! Es geht nicht ums Labeln, sondern ums genau hinsehen und die Praktiken benennen! Faschisierung ist ein Sensibilisierungskonzept für mich, ein explanandum, kein explanans. jacobin.de/artikel/fasc...
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250 Jahre USA: Die Gründerväter prophezeiten früh einen Tyrannen wie Trump
Lange galt die amerikanische Demokratie als die stabilste der Welt. Doch einige der Gründerväter sahen früh den drohenden Abstieg in Oligarchie und Tyrannei voraus – ihre Prognosen klingen heute ersta...
faz.net
Morgen im Blatt: meine kleine Erinnerung an die Unwahrscheinlichkeit freistaatlichen Regierens und die hellsichtigen Warnungen der Antifederalists.
Morgen im Blatt: meine kleine Erinnerung an die Unwahrscheinlichkeit freistaatlichen Regierens und die hellsichtigen Warnungen der Antifederalists.
Die FAZ und eine KI namens Döpfner werden wohl keine Freunde mehr.
Morgen im Blatt: Ein Kommentar dazu, wie die sogenannte Reformdebatte geführt wird.
Kann jemand der Hegelleser hier mir helfen beim Übergang von ›Physik der allgemeinen Individualität‹ zur ›Physik der besonderen Individualität‹ in der Enzyklopädie? Also §286 bis §292. Wie der vonstattengeht, erschließt sich mir noch nicht.
Schon toll, wenn ein Aufsatz von 1975 immer noch zur Diskussionsgrundlage taugt. Dass das einem wissenschaftlichen Text der Gegenwart passieren könnte, ist schwer vorstellbar.