Sonja Buckel

@sonjabuckel.bsky.social

Professor of Political Theory. Vice President of the University of Kassel (Germany) and Deputy Director of the Institute for Social Research, Frankfurt. Opinions expressed here reflect my personal views. bit.ly/3c5Cel7

„Selten wurde so deutlich, wie grotesk die Manipulation durch diese Kamarilla der Wohlsituierten, der Gutvernetzten, der Champagnisierer, Privilegierten, Aufhusser + Volksverblöder ist, die die wirkliche Katastrophe verniedlichen und totschweigen, und eine „Migrationskrise“ erfinden, wo keine ist.“👏

ZackZack@redaktionzack.bsky.social · 6h ago

"Der spanische Premier knickt vor mächtigen Schulhofschlägern nicht ein. Kein Wunder, dass er viele Feinde hat." -Kolumne von @misik.bsky.social

New article by our research team on „legal struggles“ along transnational #supplychains under #authoritarian conditions. open access

Maximilian Pichl@maxpichl.bsky.social · 2d ago

In der Politischen Vierteljahresschrift ist ein Beitrag von @sonjabuckel.bsky.social, @carolinavestena.bsky.social, @chrisscheper.bsky.social und mir über die Lieferkettengesetze erschienen. Wir ordnen die Angriffe auf die Gesetze in den Autoritarismus ein. 1/2 link.springer.com/article/10.1...

Ja, lest dieses @arnesemsrott.bsky.socialInterview! Pic: mein Lieblingszitat. Seit dem Mauerfall glaube ich auch, dass es immer wieder historische Chancen für große Veränderungen gibt u man stets damit rechnen sollte, weil man sie am Vorfeld schlecht erkennt. Das macht Hoffnung u gibt Kraft.

"Es lohnt auch ein Blick in die Geschichte. Eine
 Woche vor dem Fall der Berliner Mauer hätte auch
 niemand gedacht, dass das DDR-Regime so schnell
 zusammenbrechen könnte. Es lohnt sich immer,
 beharrlich an den existenziellen Themen
 dranzubleiben und für sie zu streiten. Denn wir
 können schlicht nie im Voraus wissen, wann sich
 ein historisches Gelegenheitsfenster öffnet. Die
 Aktivistin Emily Laquer hat ein wunderbares Bild
 dafür geprägt: Sie vergleicht politischen
 Aktivismus mit einem Surfer. Man trainiert
 unermüdlich, hält sich fit und sorgt dafür, dass das
 Surfbrett in einem makellosen Zustand ist. Wann
 die perfekte Welle kommt, liegt nicht in unserer Macht. Aber wenn sie kommt, müssen wir bereit sein. sie zu reiten"
Uli Molter@ulimobility.bsky.social · last wk.

Sehr lesenswerter Interview mit @arnesemsrott.bsky.social in Perspective Daily! perspective-daily.de/article/5070...

Manuel Atug, Sprecher der AG Kritische Infrastrukturen hat recht: "Wenn man jetzt zugibt, wie gefährlich #Hitze ist, müsste man auch sagen: Wir haben versagt. (...) Und dann müsste man auch Frau Reiche fragen, ob sie mit diesem fossilen Schwachsinn aufhören und genau das Gegenteil machen kann."

"Katherina Reiche hat ihre Ziele erreicht": Deutschlands Infrastruktur schmilzt

Hitze bringt Deutschlands Infrastruktur buchstäblich zum Schmelzen. Das sommerliche Extremwetter verursacht enorme wirtschaftliche Schäden und kostet Menschenleben – und zwar jedes Mal aufs Neue. Ein ...

t-online.de

Was man inzwischen übrigens auch ohne Vorbehalt sagen kann: Die AfD ist eine rechtsextreme Partei. Das „in Teilen rechtsextrem“ ist falsch und verharmlosend. Wer wegen dieser Aussage Probleme bekommen sollte, kann gern unser Gutachten vorlegen (und soll sich bei uns melden).

Mein Kommentar zur Extremhitzewelle von Dienstag. Mittlerweile sieht man noch besser, dass Frankreich auch noch viel zu tun hat. Aber immerhin: Dort hat man Vorsprung. Diese Extremhitzewelle MUSS jetzt auch in Deutschland etwas ändern.

Hitze tötet leise. Anders als eine Flutwelle, die mit Wucht alles fortreißt, wirkt die Hitze schleichend. Auch deshalb neigt die Gesellschaft dazu, die Folgen der Hitze zu unterschätzen. Dabei werden sie schlimmer, je länger eine Hitzewelle dauert.
Und das vorab: Es geht hier nicht darum, irgendwem die Freude am Sommer zu vermiesen. Aber das, was Teile Westeuropas gerade erleben, ist eben kein Sommer zum Genießen mehr. Es ist klimawandelbedingte Extremhitze und die bringt viele Menschen in Gefahr. Verschärft soziale Ungleichheit. Vor allem Menschen in weniger privilegierten Jobs und Stadtteilen leiden. Auf Baustellen und in Gastronomieküchen kommen Menschen an ihre Belastungsgrenzen und der Arbeitsschutz an seine Wirkungsgrenzen. In dicht bebauten Stadtteilen ohne Grün fängt sich die Hitze besonders stark, kühlt es selbst nachts kaum mehr ab. Die Flucht ins kühle Freibad können sich viele bei den hohen Eintrittspreisen gar nicht leisten. Hitzeschutz ist deshalb eine hoch politische Frage.Und anders als etwa Frankreich hat Deutschland erheblichen Nachholbedarf. Es gibt zwar eine Klimaanpassungsstrategie, aber die ist auf nichts konkret ausgerichtet. An was genau soll sich die Gesellschaft anpassen? In Frankreich richtet sich die Politik auf eine lokale Erwärmung von 4 Grad aus – global betrachtet wären das weniger, weil Europa sich deutlich stärker aufheizt als der Rest des Planeten. Diese 4 Grad werden bei der aktuellen Klimapolitik kaum reichen und doch setzen sie eben einen Bezugspunkt, an dem man sich orientieren kann. Deutschland hat keinen solchen Bezugspunkt, Klimaanpassung bleibt damit vage. Und sie ist nicht ausfinanziert. Der Bund hat den Ländern und Kommunen mit einem Klimaanpassungsgesetz zwar neue Aufgaben erteilt, aber kein zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt. Und direkt finanzieren darf der Bund aufgrund der föderalen Struktur nur Pilotprojekte im Rahmen von Förderprogrammen. Das reicht hinten und vorne nicht bei der Wucht der Veränderung und des notwendigen Wandels in der Breite. Es braucht deshalb zügig eine staatliche Gemeinschaftsaufgabe für Klimaanpassung, so wie es sie bereits für den Küstenschutz gibt, damit der Bund überhaupt finanzieren darf – und dann muss der Bund natürlich auch entsprechend Geld zur Verfügung stellen. Es geht bei Hitzeschutz um Bevölkerungsschutz, hier muss etwas passieren.Und noch etwas: Wenn jetzt reihenweise Kitas geschlossen bleiben und Schulunterricht früher endet, weil die Infrastruktur einfach nicht auf Hitze ausgerichtet ist, sprich: es in den Räumen zu heiß wird, dann hat das unmittelbare Auswirkungen auf Lebenschancen der jungen Generation. Das Bundesverfassungsgericht hat 2021 entschieden, das unzureichende Klimaschutzpolitik nicht die Freiheit künftiger Generationen beschränken darf. Wer genau hinschaut, wird erkennen: Genau das passiert bereits. Unzureichender Klimaschutz und unzureichende Klimaanpassung verschlechtern das Leben unserer Kinder eklatant. Auch das verschärft Ungleichheiten.

Migrationspolitik geht nur, indem die Menschenrechte von Flüchtlingen eingeschränkt werden? Dieser These halten wir entgegen. Als Autor*innenteam von acht Flucht- und Migrationsforscher*innen haben wir gemeinsam ein Buch geschrieben, dass den Zusammenhang von Demokratie und Flüchtlingsschutz betont.

Buchtitel Europa neu schaffen