Dings

@uwespiess.bsky.social

Fußballfan (SCF), politisch (woke) und privilegiert. Arbeiter*innenkind

Wenn man Euch sagt, dass Migrant:innen ja nur 15% der Bevölkerung ausmachen, aber 40% der Gefängnisinsassen stellen: Männer machen nur 49% der Bevölkerung aus, stellen aber 94% der Gefängnisinsassen. Ein Merkmal ist noch keine Ursache.

Und bei all dem denke ich mir: Gibt es Journalistinnen, Redakteure, Community-Managerinnen, Social-Media-Macher bei der @zeit.de, die arabische Familiengeschichte haben? Und die jetzt in diesem Interview einer weißen Kollegin mit einem Eugeniker diese folgenden Sätze lesen müssen?

Simon Strick@unddieregel.bsky.social · 7d ago

"Besser wenn die ganzen araber nicht hier wären?" "Ja das wärs ja auch" Das steht da. Die interviewerin widerspricht nicht. ES IST RASSISTISCHE PROPAGANDA DIE SAGT "mit diesen fakten muss man umgehen"

was sollen die Leute denn denken, die das lesen, wenn nicht: Es wäre besser, wenn die ganzen Araber nicht hier wären?
Ja, das wär's ja auch. In Berlin erreichen im dritten Schuljahr 50 Prozent der Kinder nicht die Mindeststandards im deutschen Sprachgebrauch, im Lesen und in Mathe-matik. Hier wächst eine Katastrophe heran. Unterstellen wir mal, es hätte die Gastarbeitereinwanderung nicht gegeben und die weiteren Einwanderungswellen, außer die im Zusammenhang mit der Europäischen Union oder der Einwanderung der Deutschen aus Russland, wie wäre Deutschland heute? Deutschland wäre ein besseres Land. Soweit es um messbare Faktoren geht, nämlich um den Wohlstand pro Kopf, um das Bildungsniveau, um die Gewaltkriminalität. Homogene Gesellschaften sind spannungsfreiere Gesellschaften.

Das Selbstbewusstsein mit dem höchst privilegierte Menschen sich erdreisten ihre pseudointellektuelle Abrechnung mit einer vermeintlich fehlenden „Leistungskultur“ in die Welt zu rotzen ist schon bemerkenswert.

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Vor einem halben Jahr wurde der "junge Kollege" Oke Göttlich vor den Bus geschmissen, weil er (mit besseren Argumenten als jetzt) über einen Boykott sprechen wollte. Wie verdorben diese Gierlappen sind. Unerträglich.

Juli Zeh glaubt auch einfach schon alles, was im örtlichen Telegram-Chat geteilt wird. Sie mag die Leute da, die ihr bestimmt ganz oft sagen, dass man ihr gar nicht anmerkt, dass sie ein Wessi ist und sie hält das für ein Kompliment.

Tom Uhlig@stopmakingsense.bsky.social · last wk.

In der FAZ wähnt Juli Zeh in der privaten Finanzierung des örtlichen Spielplatzes die Vorstufe zum Bürgerkrieg. Wie all diese autoritären Opfererzählungen ist auch das gelogen, das Land hat 50.000 Euro für den Spielplatz bezahlt.

Eigentlich schön hier, oder? Juli Zeh ist nicht in Landlust-Stimmung. Gleich bei der Begrüßung am Dorfrand teilt sie dem Fotografen mit, dass sie heute am liebsten gar nicht fotografiert werden würde: Sie sei die Nacht über zum Feiern in Berlin gewesen und erst vor einer halben Stunde aufgestanden – es ist 16 Uhr. Lobt man den Spielplatz, erklärt sie, dass er „natürlich“ nur durch private Spenden zustande gekommen sei: „Der Staat tut nichts für die Leute hier, er macht ihr Leben immer nur schwerer. Kein Wunder, dass die Menschen auf dem Land sich zunehmend verarscht vorkommen.“ Manchmal glaube sie, das sei „die Vorstufe zu einem Bürgerkrieg“.

Alle Slides durchlesen. Ja, auch wenn es unbequem ist, sowas anzusprechen. Mir langt‘s irgendwann auch einfach Mal. Ich bin an einem Punkt, an dem ich auch einfach nicht mehr meine Zeit verschwenden will.

Das autoritäre Erbe, das chauvinistische Denken, die patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft werden gerade auf vielen politischen Ebenen sichtbar. (Und ja auch anderswo in der Welt, aber dazu später…). Wir sehen nicht nur den Aufstieg der Rechtsextremen, der längst soweit fortgeschritten 1/30

CN Rassismus „Wenn man sich als Schulleiter jetzt so naiv hinstellt und sagt: 'Ja, eigentlich hat sowas auf unserer Schule keinen Platz und es tut uns leid', dann greift das viel zu kurz, weil das hat eine lange Tradition, dass diese Schüler durch die Stadt laufen, rassistisch sind.“ - Aurel Mertz

Influencer kritisiert Schule nach Rassismus-Eklat: „Zum Kotzen, dass sich nichts geändert hat“

Nach den ausländerfeindlichen Parolen bei einem Fest der Merz Schule kritisiert Influencer Aurel Mertz die Schulleitung. Er beschreibt eigene Rassismus-Erfahrungen an der Schule.

swr.de

Was mich an der Reaktion auf Danger Dans "Keine Angst" so aufgeregt hat, ist, wie ignorant ein großer Teil der deutschen Öffentlichkeit gegenüber der Gefühle ist, die die rechte Gefahr bei Menschen wie mir, meiner Familie und meinen Friends auslöst. Und wie abfällig sie mit ihnen umgeht. 1/

Liebs einfach, wie sich Politiker nebenbei die Taschen voll machen, aber wenn du pädagogischem Fachpersonal für ihre großartige Arbeit ein Geschenk machen willst, darf das 25 Euro nicht übersteigen, weil es sonst unzulässige Vorteilsannahme wäre. Ja nee, is klar.

I can't even. Patrick Frei (57), rechtskonservativer Ex-SVP-Kommunalpolitiker im Aargau, muss vor Gericht wegen Vergewaltigung, versuchtem Mord & sexuellen Handlungen mit einem Kind. Noch gilt für ihn die Unschuldsvermutung. (1/13)

Stellt dir vor, der Fascho-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt sagt ganz offen auf der Bühne in Dessau "Wir müssen wegkommen davon, dass wir eine vierte Gewalt in diesem Land haben", und seine Partei wird trotzdem ständig zu Sommer-Interviews und Talkshows eingeladen.

"Und das ist genau die spannende Frage: Was passiert, wenn der Staat sein Gewaltmonopol nicht durchsetzt und Menschen ungeschützt sind vor Nazis? Wer springt da ein? Und was würden wir da tun? Und ich weiß es auch nicht. Ich weiß nur, wie wichtig diese Debatte ist." Danke an die Anstalt!