Markus Pössel

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Die Berichterstattung zu den Jugendprotesten hat einen seltsamen Unterton von “die sind nicht wir”. Als ob es in Nachrichtenredaktionen keine jungen Menschen gäbe. Als ob die imaginierte, definierende Mehrheit des Landes aus Frührentnern bestehen würde. Als ob man generell Jugend misstrauen müsse.

Eine Fußballsaison, laut Polizei (ZIS 2024/25): 5.197 Strafverfahren, 4.783 Pyro-Ordnungswidrigkeiten, allein im Ligabetrieb 1.107 Verletzte. Grob umgerechnet: weit über 100 Strafverfahren pro Spieltagswochenende. Läuft unter Fußballalltag. Heute aber: DEUTSCHLAND BRENNT BEI DEN GEN-Z-DEMOS!!!

Es fällt mir immer schwerer zu glauben, dass in der Tagesschau-Redaktion nicht jemand ist, der aus persönlich ideologischen Gründen schaut, dass der Klimaschutz möglichst wenig vorkommt. Wie lässt sich ein solcher Text wie der hier verlinkte anders erklären? Die "Gen Z regelt"-Forderungen 1/

Gen-Z-Proteste: Was die Bundesregierung für die Jugend macht

Die bundesweit angekündigten Proteste junger Menschen werfen die Frage auf: Tut die Politik zu wenig für Jugendliche? Fragen an zwei junge Abgeordnete mit Blick auf Rente, Wehrdienst und Bildung. Von ...

tagesschau.de

Ich bin Quantenphysiker. Ich kann problemlos akzeptieren, dass ein Elektron gleichzeitig nach links und rechts fliegt. Aber zu verstehen, dass es eine Politikerin disqualifizieren soll, Angst zu haben, während andere Politiker einem ganzen Land Angst vor Jugend-Demos einreden, das überfordert mich.

Das schlimme ist, dass der Spiegel hier eine Strategie der Rechten benutzt: die Stadt Berlin als einen Angst-Ort zu überzeichnen. Klar, wem das wieder in die Hände spielt. solche Artikel erwarte ich von Springer. Dass er im Spiegel abgedruckt wird, ist eine schlechte Nachricht für den Journalismus 

Es ist so wichtig, dass dieses Thema eine breitere Öffentlichkeit bekommt und mehr Bewusstsein dafür entsteht, warum es gerade im historischen Kontext wichtig ist, nicht einfach KI Slop zu produzieren (also nie, aber ihr wisst schon ...) bsky.app/profile/frau...

Übermedien@uebermedien.de · 4d ago

In Geschichtsdokus wie „Terra X“ kommt immer häufiger KI zum Einsatz. Das gezeigte Material sagt allerdings mehr über popkulturelle Bildwelten aus als über die Ereignisse, um die es eigentlich geht, schreibt @matthias-warkus.de. (€) uebermedien.de/122121/wenn-...

Mir kommen immer mehr Sendungen unter, wo Journalisten und Journalistinnen, andere Journalisten und Journalistinnen interviewen. Gab es das früher auch schon? Was sagt uns dieser Trend? Was ich gar nicht mehr höre sind Leute aus Gewerkschaften, sozialen Bewegungen, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen etc.

Spätestens seit mir in der Corona-Pandemie klar geworden ist, in welchem Ausmaß dieser Staat auf Kinder und Jugendliche scheißt, wundere ich mich, dass noch nicht längst alles brennt.

Zum Berufsethos von Journalist*innen gehört es mMn, sich sowohl seiner persönlichen politischen Positionen bewusst zu sein, wie auch seiner Machtposition innerhalb der Gesellschaft und genau nicht Zweiteres für Ersteres zu benutzen - um nicht zu sagen missbrauchen.

Krsto Lazarević@krstorevic.bsky.social · 2d ago

Der Chefredakteur des Spiegel hat in seiner Erklärung, warum das Magazin mit der Kampagne gegen Elif Eralp aufmacht, offen gesagt, dass er halt nicht von ihr regiert werden will.

Screenshot aus dem Spiegel. Aus dem Stück in dem der Chefredakteur erklärt, warum sie das Stück gemacht haben: "Aus den Informationen, die Sie von uns bekommen, ziehen Sie Ihre eigenen Schlüsse. Sie können selbstverständlich sagen, dass Eralp trotzdem die Hauptstadt regieren kann. Oder das Gegenteil. Dazu gibt es auch in unserer Redaktion verschiedene Meinungen. Ich sage, auch als Bürger Berlins: Von einer Politikerin mit dieser Angst vor diesen Leuten möchte ich nicht regiert werden."

Dann wäre es jetzt wohl an der Zeit, Drohungen, die Politiker aus SPD, Linke, Grüne, CDU und CSU von Extremisten, Neonazis etc. bekommen, öffentlich zu machen. Das LKA soll bitte die Akten öffnen. Ansonsten können wir nicht wissen, ob diese Politiker dieses Land regieren können.

Ihr wisst schon, dass Bedrohungen, gerne mit sexualisierter Gewalt, gerne im Netz, für alle Frauen und queere Menschen, die sichtbar sind, Alltag ist. Ihr wisst auch, dass die Gefahren real sind, oder? Ihr wisst auch, dass diese Angst abschrecken soll, oder? Es ist Zeit daran etwas zu ändern.